Sprache

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    Einleitung

    Die Sprache stellt ein abstraktes Zeichensystem dar, das Dingen und Gegenständen eine Bedeutung gibt und somit die menschliche Kommunikation ermöglicht.

    Es wird unterschieden zwischen natürlicher Sprache und künstlicher Sprache als so genannte Lautsprache, welche sowohl in geschriebener als auch in gesprochener Form existiert.

    Daneben gibt es Zeichensysteme, die ebenfalls auf der Beziehung zwischen Symbolen und ihrer Bedeutung aufgebaut sind (Gebärdensprache, Signalsysteme).

    Um Sprache zur Kommunikation zu verwenden, sind mindestens zwei Personen nötig.

    Grundbedingungen für das Sprechen sind die Fähigkeiten, Sprachlaute zu erzeugen (vergleiche Sprachstörung), die Sprache grammatisch zu gliedern (Morphologie) und das Sprachverständnis (Semantik).

    Eine sprachliche Äußerung wird gebildet durch: Phoneme, Silben, Morpheme, Wörter, Wortgruppen und Sätze.

    Sprachwissenschaft

    Die Aufgabe der Sprachwissenschaft (Linguistik) ist die Untersuchung von Sprache. Sprachwissenschaftler setzen sich hauptsächlich mit dem Sprachwandel, mit der Sprachtypologie und mit der Sprachverwandtschaft auseinander. Zu den sprachwissenschaftlichen Teilgebieten werden gezählt: die Phonetik, die Phonologie, die Morphologie, die Semantik, die Syntax und die Pragmatik.

    Europäische Sprachen

    Die meisten europäischen Sprachen gehen auf die indogermanische Sprachfamilie zurück, von der sich auch die in Nordindien gesprochenen Sprachen ableiten. Diese Familie umfasst verschiedene Sprachgruppen, darunter unter anderem die armenische, griechische und albanische Sprache sowie die italischen, keltischen, germanischen, slawischen und baltischen Sprachen.

    Zu der uralischen Sprachfamilie (Uralgebiet, Sibirien) gehören die finnougrischen Sprachen (Finnisch, Ungarisch, Estnisch, Lappisch) sowie die samojedische Sprache.

    Zu den altaischen Sprachen zählen die so genannten Turksprachen und die mongolischen Sprachen. Daneben gibt es die kaukasischen Sprachen (z.B. Georgisch). Nur das Baskische stellt eine eigenständige Sprache ohne Sprachverwandtschaften dar.

    Asiatische Sprachen

    In Nordindien werden indoiranische Sprachen gesprochen, die sich aus der indogermanischen Sprachfamilie ableiten. Daneben gibt es in Indien zwei weitere Sprachfamilien (die Mundasprachen und die drawidischen Sprachen). In Südostasien herrscht die sinotibetische Sprachenfamilie vor (tibetobirmanische und chinesische Sprachen). Die Thaisprachen werden entweder als zu den sinotibetischen Sprachen zugehörig bezeichnet oder als eigenständige Sprachenfamilie behandelt.

    Afrikanische Sprachen

    Die afroasiatische Sprachfamilie findet man in Afrika und im Nahen Osten (semitische, tschadische, berberische, kuschitische und ägyptische und koptische Sprachen). Daneben gibt es die niger-kordofanische Sprachfamilie, die nilosaharenische Sprachfamilie und die Khoisan-Sprachen.

    Indianersprachen

    Die Einteilung der Indianersprachen wird erschwert durch die Tatsache, dass es unzählige isolierte Sprachen gibt. Die wichtigsten Sprachfamilien sind: die eskimo-aleutische Sprachfamilie in Grönland; Algonkin, Irokesisch und Muskogee wird östlich des Mississippi gesprochen. In den Great Plains herrscht Siouan (Sioux) vor. Im Südwesten ist die Sprache der Apache beheimatet (Athabasken). Die Sprachfamilie des Uto-Aztekischen findet man in Arizona, Südkalifornien und in Mexiko und Mittelamerika. Daneben gibt es in Mittelamerika unter anderem auch die Sprachfamilie der Maya.

    Die Indianersprachen Südamerikas werden in drei Sprachfamilien zusammengefasst: Makro-Chibchan, Anden-Äquatirialisch und Ge-Pano-Karib.

    Welthilfssprachen

    Künstlich geschaffene, zum internationalen Gebrauch bestimmte Sprachen wie Esperanto oder Volapük, die sich allerdings nicht durchsetzen konnten.



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