Sperlingsvögel
Aus WISSEN-digital.de
(Passeriformes)
Sperlingsvögel können 7,5 bis 110 Zentimeter lang und bis 1 350 Gramm schwer werden. Sie sind über die ganze Erde verbreitet, außer auf einigen sehr weit entlegenen Inseln und in der Nähe der Pole.
Charakteristisch für Sperlingsvögel ist ihre innere Anatomie. Gemeinsam ist ihnen weiterhin die Zahl der Zehen. Sie haben drei gerade Vorderzehen und eine gerade Hinterzehe. Die Zehen sind nicht miteinander verwachsen. Die männlichen Vertreter sind größer als die weiblichen. Alle Sperlingsvögel sind Nesthocker.
Die Küken schlüpfen mit geschlossenen Augen. Ihr Schnabelinneres ist auffällig gefärbt und trägt oft dunkle Zeichnungen oder Rückstrahlungsbildungen in Form von Reflexionskörperchen. Manchmal ist auch der Schnabelrand auffällig verdickt oder weist Wülste oder Warzen auf, die später wieder verschwinden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Eltern das Futter auch im Dämmerlicht an der richtigen Stelle platzieren.
Systematik
Größte Ordnung aus der Klasse der Vögel (Aves). Sie umfasst mehr als fünf Achtel aller lebenden Vogelarten, denen vier Unterordnungen mit 74 Familien zugeordnet werden.
Unterordnungen:
Leierschwanzverwandte oder Primärdingvögel (Suboscines),
die nur in Australien vorkommen und vier Arten umfassen
Schreivögel (Clamatores)
Singvögel (Oscines)
Zehenkoppler (Desmodactylae)
mit der einzigen Familie der Breitrachen (Eurylaimidae) und 14 in Afrika und im indisch-malaiischen Raum verbreiteten Arten
Die Mehrzahl der Sperlingsvögel wird in der Gattung Sperlinge im engeren Sinne (Passer) zusammengefasst. Diese stellen eine Gattung aus der Unterordnung der Singvögel dar.
Unter den Sperlingen im engeren Sinne befindet sich z.B. der in Afrika beheimatete Riesensperling (Passer motitensis), der 15 Zentimeter lang werden kann, der asiatische Gelbbauchsperling (Passer flaveolus), der südafrikanische Kapsperling (Passer melanurus), der von Afghanistan bis Japan und Taiwan vorkommende Rötelsperling (Passer rutilans) und der Goldsperling (Passer luteus), der vom Südrand der Sahara bis nach Südwestarabien verbreitet ist.
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