Sensualismus

    Aus WISSEN-digital.de

    (lateinisch: sensus, "die Sinne")

    Richtung der Erkenntnistheorie. Der Sensualismus beruft sich einzig auf die unmittelbaren Sinneseindrücke als Erkenntnisquelle. Die letzte Konsequenz dieser Erkenntnislehre zog bereits der griechische Philosoph Protagoras (um 485-um 415): Die Relativität aller Sinneseindrücke macht nach ihm nicht nur "absolute Aussagen" unmöglich, sondern lässt nicht einmal "objektive", von allen Menschen anzuerkennende Aussagen zu, da die Sinne eines jeden anders reagieren. "Der gleiche Wind erscheint dem einen warm, dem andern kalt." Erkenntnis kann nur auf das jeweils erkennende Subjekt bezogen werden. Das besagt der berühmte Satz des Protagoras: Der Mensch ist das Maß aller Dinge (Homomensurasatz; homo = Mensch, mensura = Maß). Nach der Erklärung Platons ist "der Mensch" hier nicht generell, sondern individuell gemeint. Protagoras habe damit sagen wollen: "So wie mir jedes einzelne Ding erscheint, so ist es auch für mich, und wie es dir erscheint, ist es auch für dich."



    Das große Tier-Quiz

    Etwa eine Trillion Tierarten gibt es. Sie kennen nicht alle? Macht nichts, vielleicht knacken Sie auch so den Highscore ...
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 18. Oktober

    1414 König Siegmund garantiert dem Theologen Jan Hus, der die Rückkehr zur Armut der Urkirche fordert, freies Geleit für das Konstanzer Konzil. Trotzdem wird Hus in Konstanz als Ketzer verurteilt.
    1817 Auf der Wartburg treffen sich etwa 600 deutsche Studenten zum Gedenken an den Sieg in der Völkerschlacht bei Leipzig; das Wartburgfest wird zu einer Demonstration für Freiheit und Einheit.
    1938 Arabische Freischärler besetzen die Altstadt von Jerusalem, darunter auch die heiligen Stätten.