Selbstbestimmungsrecht

    Aus WISSEN-digital.de

    ein in der allgemeinen Freiheitsidee der Aufklärung und Französischen Revolution, besonders in der nationalstaatlichen Bewegung verwurzeltes Prinzip, das jedem Volk bzw. jeder nationalen Minderheit das Recht zuerkennt, in freier Entscheidung über seine staatliche Form (souveräne Eigenstaatlichkeit, Autonomie oder Anschluss an den Staat des Muttervolkes) zu bestimmen.

    Das Selbstbestimmungsrecht war sowohl in die "Vierzehn Punkte" Wilsons wie in den Versailler Vertrag aufgenommen, wurde jedoch in der Praxis den Minderheiten nicht immer zugestanden. Das Selbstbestimmungsrecht führte z.B. nach dem 1. Weltkrieg zur Gründung der Nachfolgestaaten Österreich-Ungarns, nach der russischen Revolution von 1917 auch zur Unabhängigkeitserklärung Finnlands und der baltischen Staaten. Die Forderung nach Selbstbestimmung löst immer wieder Krisen aus (z.B. Kosovo-Konflikt). Im Völkerrecht sowie in der Erklärung der Menschenrechte der UNO ist das Selbstbestimmungsrecht bis heute nicht verankert.



    Afrika - der schwarze Kontinent

    Afrika galt lange Zeit als eine Metapher für unerforschte und geheimnisvolle Welten. Wie sieht es bei Ihnen aus: Kennen Sie Afrika?
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 24. Oktober

    1648 Der Westfälische Friede beendet den Dreißigjährigen Krieg.
    1795 Mit der dritten polnischen Teilung (zwischen Preußen und Russland) geht die Geschichte der Königlichen Republik Polen zu Ende.
    1885 Die österreichische Operette "Der Zigeunerbaron" von Johann Strauß wird in Wien uraufgeführt.