Salicylsäure

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    auch: Orthooxybenzoesäure, Phenolkarbonsäure;

    ein Abkömmling des Phenols, der zu den ersten synthetisch hergestellten Arzneimitteln gehört. Offiziell als Acidum salicylicum im Arzneibuch wegen seines Vorkommens in der Salweide (Salix). Kommt auch in vielen anderen Pflanzen vor, und zwar meist in Verbindung mit Zucker als Glykosid.

    Äußerlich angewendet wirkt Salicylsäure bakterientötend und verhütet Schimmelbildung in Nahrungsmitteln, weshalb sie Marmeladen und Säften zur Konservierung zugesetzt wird. Auf die Haut wirkt sie hornlösend (keratolytisch) und wird daher in geringer Konzentration vielen Salben und Pinselungen, auch Haarwässern zugesetzt, um deren Eindringen in die Haut zu verbessern. In größerer Konzentration in Form von Salicylsäure-Pflaster und Salicylsäure-Kollodium-Lösung löst Salicylsäure auch stärkere Hornschichten wie Hühneraugen und Warzen auf. Auf das Nervensystem wirkt Salicylsäure beruhigend und zwar von der Haut aus juckreizlindernd, innerlich genommen schmerzlindernd und fiebersenkend (antipyretisch) und entzündungshemmend (antiphlogistisch). Die Salicylsäure und ihre Verbindungen, wie Acetylsalicylsäure, sind in vielen Schmerzmitteln enthalten und haben eine ausgezeichnete Wirkung bei Rheuma und andere entzündliche Erkrankungen (antiphlogistische Wirkung). Allerdings müssen oft große Mengen pro Tag genommen werden, die wegen der Säurewirkung im Magen und Darm schlecht vertragen werden. Es gibt daher auch Präparate, in denen neutrale Salze (Natriumsalz) oder mit Säurebindern kombinierte Zusammenstellung der Salicylsäure enthalten sind. Große Dosen verursachen gelegentlich Nierenstörungen.



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