Riesengleiter

    Aus WISSEN-digital.de

    (Dermoptera)

    auch: Pelzgleiter, Pelzflatterer, Flattermakis, Kaguang;

    Die Heimat der Riesengleitflieger sind die tropischen Regenwälder Südostasiens.

    Sie haben eine Körperlänge von ca. 60 Zentimetern, ihr dichtes Fell ist braun-grau mit weißlichen Flecken, der Bauch ist leuchtend orange, gelb oder braun-rot gefärbt und scheint durch seine Signalfarbe zur Abschreckung von Feinden zu dienen. Riesengleiter zeigen im Körperbau Ähnlichkeiten mit Fledermäusen, Insektenfressern und Halbaffen; sie besitzen aber auch Merkmale, die nur für sie typisch sind.

    Die wichtigste Eigentümlichkeit der etwa katzengroßen Tiere ist die Fallschirmhaut, die fast den ganzen Körper umgibt. Doch trotz dieses ausgeklügelten Segelapparats können sie nicht wie Fledermäuse oder Vögel aktiv fliegen, sondern sich in der Luft nur durch Gleiten vorwärts bewegen. Um zu den hohen Standpunkten zu gelangen, von denen aus sie abwärts segeln können, hoppeln die Riesengleitflieger in großen Sätzen an Baumstämmen empor oder hangeln sich mit großer Schnelligkeit an Ästen entlang. Angeblich fliegen die Tiere aus einer maximalen Höhe von 15 Metern bis zu 70 Meter weit von Baum zu Baum; dabei verlieren sie an Höhe.

    Sie ernähren sich von Blättern, Knospen und Samenhülsen. Auf Nahrungssuche gehen sie nur in der Dämmerung und nachts; tagsüber hängen sie - wie Faultiere mit allen vier Pfoten eingekrallt - an der Unterseite eines Astes.

    Systematik

    Eine Ordnung in der Klasse der Säugetiere (Mammalia), die zoologisch eine Sonderstellung einnimmt.

    Es gibt zwei Arten von Riesengleitfliegern, den Südasiatischen Gleitflieger (Cynocephalus variegatus), auch Kaguang oder Pelzflatterer genannt, und den etwas kleineren Philippinen-Gleitflieger (Cynocephalus volans).



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