Reiz
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auch: Stimulus;
zusammenfassende Bezeichnung für eine Zustandsänderung, die innerhalb (Innenreize) oder außerhalb (Außenreize) eines Organismus erfolgen und eine Reaktion oder einen Reflex auslösen kann. Die Zustandsänderung ist messbar oder wird von dem Organismus wahrgenommen. Man unterscheidet akustische, chemische, elektrische, mechanische, optische, osmotische und thermische Reize. Ob eine Erregung, Empfindung oder ein Reflex ausgelöst wird, hängt von der Intensität des Reizes ab. Erst wenn ein bestimmter Schwellenwert, die so genannte Reizschwelle, überschritten wird, kommt es zu diesen Auswirkungen. Die Schwellenintensität setzt sich zusammen aus der Reizintensität und -dauer. Sie wird in Watt angegeben. Ferner ist der Reiz abhängig von der Empfindlichkeit der Rezeptoren. Alle Reize, die keine Reaktion o.Ä. auslösen, werden als unterschwellige Reize bezeichnet.
Der Begriff Schlüsselreiz wird manchmal in der Ethologie synonym für Reiz benutzt. Im eigentlichen Sinne bezeichnet man damit jedoch komplexe Reize, die vom Zentralnervensystem (ZNS) aufgenommen werden, bzw. die über einen angeborenen auslösenden Mechanismus (AAM) wirken.
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