Psychologie

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    Allgemeines

    Psychologie ist die Lehre von den seelischen Erscheinungen; die wissenschaftliche Untersuchung seelischer Prozesse sowie menschlichen Verhaltens einer Person in Verbindung mit ihren Steuerungen durch Denken, Emotionen, Wahrnehmungen, Stimmungen, im Zusammenspiel mit biologischen, gesellschaftlichen und kulturellen Komponenten.

    Unterteilung

    Die Psychologie selbst zerfällt in viele Bereiche und Richtungen. In der Theorie der allgemeinen Psychologie wird versucht, Gesetzmäßigkeiten in Denken, Emotionen, Wahrnehmungen, Stimmungen etc., die allen Menschen gemeinsam sind, festzustellen. Die Persönlichkeitspsychologie differenziert die Besonderheiten von Menschen und Gruppen, die durch Gene oder Evolution hervorgerufen werden. Der Mensch in seinen verschiedenen Lebensabschnitten wird von der Kinder-, Jugend-, Erwachsenen- und Alterspsychologie erfasst. Weitere Differenzierungen werden z.B. von der Sozial- und Kulturpsychologie vorgenommen. Die Tiefenpsychologie hat die unbewussten seelischen Vorgänge zum Gegenstand, wobei meist psychische Störungen analysiert und therapiert werden sollen. Die klinische Psychologie schließlich setzt die Theorie in die Praxis um, indem sie diagnostiziert, berät und therapiert. Zu den wichtigsten Zweigen der modernen Psychologie zählt die Lern- und Entwicklungspsychologie, die ermittelt, unter welchen Bedingungen dem Menschen die besten Voraussetzungen geboten werden, um seine Persönlichkeit und Talente optimal zu entfalten.

    Ausbildung zum Psychologen

    Der praktizierende Psychologe muss als Voraussetzung für seine Tätigkeit ein abgeschlossenes Hochschulstudium von ca. acht bis zehn Semestern nachweisen können. 1941 wurde der akademische Titel Diplom-Psychologe eingeführt, um eine einheitliche Berufsbezeichnung nach unterschiedlichen Ausbildungswegen zu schaffen. Der Psychologe ist diagnostizierend, beratend und therapeutisch tätig.

    Geschichte

    Die Psychologie wurde in der Antike als Zweig der Philosophie ursprünglich von Platon und Aristoteles entwickelt; seit dem 17. (J. Locke) und 18. Jh. wird sie in England auf empirischer Grundlage betrieben, im 19. Jh. wurde sie durch die experimentelle Psychologie erweitert. Durch die Anwendung naturwissenschaftlicher Methoden setzte sich die Psychologie als eigenständige empirische Wissenschaft durch, als Wissenschaft vom Bewusstsein. Anfang des 20. Jh.s wurde die Psychologie stärker von den Geisteswissenschaften beeinflusst (W. Dilthey), so dass sich später die phänomenologische Psychologie herausbildete. Hier wird die Psychologie eher als Wissenschaft vom Erlebnis gesehen, da das intuitive Erleben im Vordergrund steht.



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