Pop-Art
Aus WISSEN-digital.de
(englisch)
eine Kunstrichtung, die Ende der 1950er Jahre fast gleichzeitig in London und New York entstand und weltweit Geltung erlangte. Die Pop-Art wollte die Gebrauchsgüter der Konsumgesellschaft, sogar die Klischees ihrer Kommunikationsmittel für eine neu definierte Kunst erobern. Charakteristisch ist die zwiespältige Haltung von Verehrung und ironischer Distanz der massenmedial verbreiteten Konsumkultur.
Die erste Ausstellung fand 1956 unter dem Titel "This is Tomorrow" in der Londoner Whitechapel Art Gallery statt. Hier präsentierte Richard Hamilton seine Fotomontage aus Werbeprospekten mit dem ironischen Titel "Was ist es denn, was heute Wohnungen so unterschiedlich, so gefällig macht?". An der Ausstellung waren auch Eduardo Paolozzi und McHale beteiligt. In England wirkten neben Hamilton die Amerikaner Ronald Kitay und Jim Dine, ferner E. Paolozzi, A. Jones und D. Hockney.
In New York verwandte Robert Rauschenberg in seinen "Combine paintings" Elemente des Werbealltags. Er ging dabei auf den Dadaismus zurück und entwickelte dessen Ideen weiter. Jasper Johns Repliken von Campbell's Suppendosen gelten als eine der frühesten Pop-Art-Realisationen.
In den USA fand die Pop-Art eine große Resonanz, da sie auf amerikanischen Traditionen beruhte: Die Künstler waren seit jeher an der Werbegrafik, an den Comicstrips u.a. beteiligt.
Hauptvertreter waren neben Rauschenberg C. Oldenburg, R. Lichtenstein, A. Warhol, J. Rosenquist, T. Wesselmann, R. Indiana.
In Deutschland können W. Gaul, W. Vostell und K. Klapheck dazugezählt werden.
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