Natur: Pflanzen

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    (lateinisch: planta, "Setzling")

    Allgemeines

    Pflanzen sind Lebewesen, die ihre Energie aus anorganischen Substanzen (Wasser, Kohlendioxid und Lichtenergie) mithilfe von Chlorophyll gewinnen. Durch bestimmte chemische Vorgänge, die so genannte Fotosynthese (Assimilation), können Pflanzen unmittelbar körpereigene Stoffe und Energie erzeugen, sie sind autotroph. (Tiere und Menschen sind heterotroph, d.h. sie benötigen fertige organische Stoffe, um sie in körpereigene Stoffe umzuwandeln.)

    Wie alle Lebewesen zeichnen sich auch Pflanzen durch Wachstum, Bewegung, Stoffwechsel, Fortpflanzung und Reizbarkeit aus (Tropismus). Pflanzen haben meist feste Zellwände aus Zellulose. Diese Zellwände schützen das Innere der Zelle, dienen aber auch zum Transport, zur Aufnahme und Ausscheidung von Stoffen.

    Pflanzen sind meist an einen bestimmten Ort gebunden und nur begrenzt beweglich. Durch ihre Abhängigkeit von der Lichtenergie zur Fotosynthese bilden sie mit ihren Blättern eine große Oberfläche aus. Einzellige Pflanzen wie z.B. Bakterien sind meist frei beweglich. Sie haben einen recht einfachen Vegetationskörper im Gegensatz zu den höheren Pflanzen, die Organe wie Wurzeln und Blätter besitzen.

    Die Fortpflanzung der Pflanzen kann geschlechtlich durch Vereinigung von Gameten erfolgen, aber auch ungeschlechtlich durch z.B. Keime, Knospen, Zwiebeln. Samen- oder Blütenpflanzen verfügen oft über Blüten mit einer Samenanlage, die befruchtet wird.

    Heute sind über 400 000 verschiedene Pflanzenarten bekannt. Nur ein sehr geringer Teil davon dient dem Menschen als Nutzpflanzen zur Ernährung. Alle Pflanzen tragen aber durch die Erzeugung von Sauerstoff zur Erhaltung der Lebensgrundlage von Mensch und Tier bei. Dies gilt für die feste Erdoberfläche als auch für das Leben in den Meeren. Pflanzen speichern das Niederschlagswasser, geben es wieder ab und beeinflussen so auch das Klima.

    Mit dem Studium der Pflanzen beschäftigt sich die Botanik.

    Einteilung

    Je nach dem Nutzwert für den Menschen werden Pflanzen vielfach unterteilt, beispielsweise in Nutzpflanzen und Unkräuter; nach ihrer Größe unterscheidet man Bäume und krautige Pflanzen, nach ihrem Lebensraum Wasserpflanzen, Alpenpflanzen, Wüsten- und tropische Pflanzen.

    Systematik

    Neben dem Reich der Tiere und der Bakterien bildet das Pflanzenreich die dritte große Gruppe der Lebewesen. Wie diese werden auch Pflanzen mit einem zweiteiligen lateinischen Namen bezeichnet, der ihre Art bestimmt (z.B. Olea europaea, Olivenbaum). Der erste Teil bezeichnet die Gattung (z.B. Allium, Lauchgewächse), der zweite die Art (z.B. Allium cepa, Zwiebel).

    Die verschiedenen Gattungen wiederum werden in Familien zusammengefasst (z.B. Liliengewächse, Liliaceae).

    Das Pflanzenreich wird in zwei große Abteilungen gegliedert: Zu den niederen Pflanzen (Lagerpflanzen) gehören Algen, Pilze und Flechten, zu den höheren Pflanzen (Sprosspflanzen) die Moose, Farnpflanzen und Samenpflanzen.



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