Morphin

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    (griechisch-lateinisch) auch: Morphium;

    wichtigstes Alkaloid des Opiums. 1806 wurde es erstmals von dem Apotheker Sertürner in Paderborn rein dargestellt. Es handelt sich um stark bitter schmeckende, farblose, seidigglänzende Nadeln. Zur Bekämpfung starker körperlicher Schmerzzustände ist Morphin eines der segensreichsten Medikamente. Gewöhnlich wird es als Morphinhydrochlorid in einer Normaldosis von 0,01-0.02 g angewandt. In jüngster Zeit wurden zahlreiche chemische Abkömmlinge hergestellt, die Morphin in vielen Bereichen ersetzen, bei stärksten Schmerzen, z.B. bei Krebs, wird aber dennoch Morphin bevorzugt. Die körperliche und seelische Wirkung ist bei erstmaliger Anwendung verschieden. Neben der Schmerzausschaltung treten häufig Euphorie, Übelkeit und Erbrechen auf. Nebenwirkungen sind eine Hemmung der Atmung, Verstopfung, Unterdrückung des Hustenreizes. Auf Grund einer Gewöhnung des Körpers an die Substanz, muss bei längerer Behandlung immer mal die Dosis erhöht werden. Die früher gefürchtete Sucht entwickelt sich bei korrekter Anwendung von Morphin nicht.



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