Martin Scorsese

Aus WISSEN-digital.de

US-amerikanischer Filmregisseur, -produzent, Drehbuchautor und Schauspieler; * 17. November 1942 in Flushing, New York

Der Sohn italienischer Einwanderer beschloss mit 14 Jahren, Priester zu werden. Er wurde aber nicht an der Universität seiner Wahl aufgenommen und schrieb sich schließlich an der New Yorker Universität ein, wo er erste praktische Erfahrungen im Filmbereich sammeln konnte. Schon seine ersten Kurzfilme wurden mit Auszeichnungen versehen und sein erster Spielfilm "Who's That Knocking at My Door" (1969) brachte ihm das Lob der Kritiker ein.

Als der Produzent Roger Corman auf ihn aufmerksam wurde, beschloss er, dass Scorsese der Regisseur seines neuesten Filmes "Die Faust der Rebellen" ("Boxcar Bertha", 1972) werden sollte. Im Anschluss daran verfilmte Scorsese ein eigenes Manuskript aus Studientagen: "Der Hexenkessel" ("Mean Streets", 1973, in den Hauptrollen Harvey Keitel und Robert de Niro) schildert das Leben auf den Straßen New Yorks und begründete einen neuen Regiestil.

Es folgten der Film "Alice lebt hier nicht mehr" ("Alice Doesn't Live Here Anymore", 1973), für den die Hauptdarstellerin Ellen Burstyn einen Oscar bekam, und der bis heute umstrittene Kultfilm "Taxi Driver" (1974, in den Hauptrollen Robert de Niro und Jodie Foster).

Ein weiterer Höhepunkt seiner Karriere gelang Scorsese 1980 mit dem Boxfilm "Wie ein wilder Stier" ("Raging Bull"), für den Robert de Niro als bester männlicher Hauptdarsteller einen Oscar erhielt. Neben "Die Farbe des Geldes" ("The Color of Money", 1986) inszenierte er 1986 das Video zu Michael Jacksons "Bad".

Es folgte eine Zusammenarbeit mit den Regisseuren Woody Allen und Francis Ford Coppola, mit denen er einen Episodenfilm namens "New Yorker Geschichten" ("New York Studies", 1988) drehte. 1989 entstand der Mafiafilm "Good Fellas" sowie das Remake von "Kap der Angst" ("Cape Fear", 1991), in dem Robert de Niro als cholerischer Ex-Häftling ein junges Mädchen (gespielt von Juliette Lewis) bedroht.

Für sein Geschichtsepos "Gangs of New York" (2002) erhielt Martin Scorsese den Golden Globe für Beste Regie. Im Jahr 2007 erhielt Scorsese, der bereits sechs Mal für einen Oscar nominiert war, die Oscar-Trophäe endlich als bester Regisseur für den Film "Departed: Unter Feinden" ("The Departed", 2006). Im Folgejahr eröffnete seine filmische Rolling-Stones-Hommage "Shine a Light" die Berlinale.

Viel Zeit investiert Scorsese in die Restauration alter Filme. Er ist Gründungsmitglied der Film Foundation, einer Organisation, die sich bei Studios und Archiven für die Erhaltung und Restaurierung alter Filme einsetzt.

1992 gründete er die Martin Scorsese Presents, ein Unternehmen, das sich der Restaurierung und dem Verleih von Filmklassikern widmet.

Scorsese kümmert sich ebenso um die Förderung junger Filmemacher wie um die Produktion von anderen Filmen.

Filme (Auswahl)

1969 - Who's That Knocking at My Door (Buch, Regie und Darsteller)

1972 - Die Faust der Rebellen (Boxcar Bertha, Regie)

1973 - Der Hexenkessel (Mean Streets, Buch, Regie und Produzent)

1973 - Alice lebt hier nicht mehr (Alice Doesn't Live Here Anymore, Regie)

1974 - Taxi Driver (Regie und Darsteller)

1977 - New York, New York (Buch und Regie)

1978 - The Band - The Last Waltz (The Last Waltz, Regie)

1980 - Wie ein wilder Stier (Raging Bull, Regie)

1982 - The King of Comedy (Regie)

1985 - Die Zeit nach Mitternacht (After Hours, Regie)

1986 - Die Farbe des Geldes (The Color of Money, Regie)

1988 - Die letzte Versuchung Christi (The Last Temptation of Christ, Regie)

1988 - New Yorker Geschichten (New York Studies, Regie)

1989 - Good Fellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia (Good Fellas, Buch und Regie)

1991 - Kap der Angst (Cape Fear, Regie)

1993 - Zeit der Unschuld (The Age of Innocence, Buch und Regie)

1995 - Casino (Buch und Regie)

1998 - Kundun (Regie)

1999 - Bringing out the Dead - Nächte der Erinnerung (Bringing Out the Dead, Regie)

2002 - Gangs of New York (Darsteller und Regie)

2006 - Departed: Unter Feinden (The Departed, Regie)


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Der Papst

Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche mit Sitz im Vatikan, Bischof von Rom, ...

"Der große Vorteil der Bärte liegt darin, dass man nicht mehr viel von den Gesichtern sieht."
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