Landschaftsmalerei
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In der europäischen Kunst ist die Landschaftsmalerei als eigenständige Gattung erst seit der Renaissance nachweisbar. Natur- und Landschaftsdarstellungen als Hintergrund von historischem Geschehen existierten allerdings schon in der altägyptischen und minoischen Kultur (1600 v.Chr.). Erste illusionistische Landschaften tauchen in der römischen Kunst (pompejanische Wandmalerei) auf.
Die Malerei des Mittelalters konzentrierte sich vorwiegend auf die Figurendarstellung. Neue Bedeutung gewann die Landschaft im 13. Jh. in der italienischen Malerei (Giotto) als Hintergrund und Handlungsschauplatz. Entscheidende Impulse kamen in der Folgezeit von der niederländisch-burgundischen Buchmalerei (Brüder Limburg, Hubert und Jan van Eyck). Als frühestes Beispiel einer topografisch genauen Darstellung (Genfer See) gilt der "Fischzug Petri" von Konrad Witz von 1444 (Musée d'Art et d'Histoire, Genf). Eines der ersten reinen Landschaftsbilder nördlich der Alpen ist A. Altdorfers Gemälde "Donaulandschaft mit Schloss Wörth bei Regensburg" (1520-25).
In der niederländischen Kunst des 16. Jh.s findet sich die so genannte "Weltlandschaft" (J. Patinir, P. Bruegel der Ältere) als Sinnbild des Kosmos. A. Elsheimer entwickelte um 1600 in Rom die lichterfüllte, atmosphärische ideale Landschaft als Schauplatz mythologischer oder religiöser Szenen. Er hatte maßgeblichen Einfluss auf C. Lorrain und v.a. N. Poussin, der als herausragender Meister der heroischen Landschaft gilt.
Zur eigenständigen Gattung wurde die Landschaftsmalerei in der niederländischen Kunst des 17. Jh.s. Mit Künstlern wie J. Ruisdael und Rembrandt erreichte sie ihren Höhepunkt.
Nach den idyllischen Parklandschaften (A. Watteau) des 18. Jh.s versuchten die Romantiker im 19. Jh., in ihren Landschaftsbildern die Einheit des Menschen mit der Natur zu versinnbildlichen (P.O. Runge, C.D. Friedrich). Eine neue Richtung gaben französische Künstler der Schule von Barbizon (C. Corot) vor, deren Landschaftsbilder auf unmittelbarem Naturstudium beruhten.
Die direkt in der freien Natur entstandenen Landschaftsbilder der Impressionisten lösten die Landschaftsformen in Licht- und Farbwerte auf. Auch für die Expressionisten (G. Münter, W. Kandinsky) blieb die Landschaft ein wichtiger Bildgegenstand. Die französische abstrakte Malerei sowie der Surrealismus (M. Ernst) verdanken der Landschaftsmalerei wichtige Impulse.
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