Kulturelle Unterschiede im Arbeitsleben

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    Sie überlegen auszuwandern oder für eine begrenzte Zeit im Ausland zu arbeiten? Dann sollten Sie zunächst einen genaueren Blick auf die Kultur des Ziellandes sowie das Arbeitsleben werfen. Die kulturellen Unterschiede sind meist sehr viel mehr präsent als zuvor gedacht und können zu schwerwiegenden Missverständnissen führen.

    Der erste auffällige Unterschied ist natürlich zunächst die Sprache. Wollen Sie längerfristig in dem Land bleiben ist es notwendig die Sprache zu lernen. Für den Anfang kann jedoch ein Dolmetscher aushelfen. Dieser kann Verträge übersetzen und somit dafür sorgen, dass zumindest rechtlich keine Missverständnisse aufkommen. Erfahrene Dolmetscher aus verschiedenen Fachbereichen finden Sie auf www.GDS.eu.

    Aber die Sprache ist nur ein von vielen kulturellen Unterschieden. Ein großer Unterschied, der sich auf das Arbeitsleben auswirkt, ist die kulturelle Neigung zur Trennung von Arbeit und Privatleben. In Deutschland wird das Arbeitsleben vom Privatleben weitgehend getrennt. Vorgesetzte und Kollegen fragen in der Regel nicht nach der Familie und ein Krankheitsfall in der Familie ist in den meisten Fällen kein Grund für ein Fehlen auf der Arbeit. Außerdem muss zwischen den Kollegen keine Sympathien oder gar freundschaftliches Verhältnis herrschen. Geschäfte können auch abgeschlossen werden, wenn sich die Verhandlungspartner nicht kennen.

    Andere Kulturen, die eine mehr kollektivistische Denkweise verfolgen, trennen das Arbeitsleben nicht vom Privatleben. Auf der Arbeit wird über die Familie geredet und es besteht ein engerer Kontakt zu den Arbeitskollegen. In vielen kollektivistischen Kulturen wird nach der Arbeit gemeinsam gegessen oder etwas anderes gemeinsam unternommen. Die Familie hat in diesen Kulturen auch einen höheren Wert. Ist beispielsweise der Neffe einmal krank, wird dies oftmals als Entschuldigung zum Fehlen akzeptiert.

    Desweiteren ist Deutschland sehr Erfolgsorientiert. Auch wenn teilweise in einem Team gearbeitet wird, sind die einzelnen Teammitglieder eher Einzelkämpfer. In anderen Kulturen, darunter Kulturen in Südostasien, sind mehr Teamorientiert. Man arbeitet dort gemeinsam und bekommt auch den Lob oder Kritik gemeinsam. Auch der Urlaubsanspruch variiert von Land zu Land. Deutschland liegt mit seinem Mindesturlaub im Mittelfeld. Arbeitnehmern in Brasilien, Frankreich und Finnland stehen die meisten Urlaubstage zu. In Kanada sowie China stehen den Arbeitnehmern nur noch mindestens zehn Tage Urlaub zu. Ganz unten aber liegt die USA, denn dort ist der Urlaubsanspruch nicht gesetzlich geregelt. Meist stehen ihnen zwar 10 bis 15 Tage Urlaub zu, oftmals wird dieser aber nicht wahrgenommen.

    Die Aufgabe des alten Arbeitsplatzes für einen Neustart in einer fremden Kultur sollte also gut überdacht werden. Planen Sie zunächst eine Reise in das Zielland, um die Kultur kennenzulernen, bevor Sie eine Entscheidung treffen.



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