Krustenechsen

Aus WISSEN-digital.de

(Helodermatidae)

Krustenechsen sind in nur zwei Arten über den Südwesten der Vereinigten Staaten und über weite Teile Mexikos verbreitet, wo man sie meist in Wüstengebieten vorfindet. Die nachtaktiven Tiere halten sich tagsüber in selbst gegrabenen Erdlöchern auf, die sie erst in der Dämmerung verlassen, um auf Beutefang zu gehen.

Krustenechsen erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 80 Zentimetern und zeichnen sich durch einen flachen breiten Kopf und kurze kräftige Beine aus. Als einzige Echsenfamilie haben Krustenechsen im Unterkiefer Giftzähne. Ihre auffällig rote bzw. gelbe Färbung mit schwarzen Flecken lässt sich also eindeutig als Warntracht interpretieren. Der walzenförmige Körper der Krustenechsen endet in einem relativ kurzen Schwanz, in dem die Tiere überschüssige Fettreserven speichern, die sie in Dürrezeiten oder Kälteperioden aufbrauchen.

Krustenechsen verlassen in der Nacht ihr Versteck und gehen auf Beutejagd. Als Nahrung bevorzugen sie kleine Nagetiere, Vögel sowie deren Eier. Manchmal fallen ihnen auch andere Kriechtierarten zum Opfer.

Nach der Paarung legt das Weibchen knapp 15 längliche Eier, aus denen nach etwa einem Monat die Jungtiere schlüpfen, die dann bis zu 20 Zentimeter lang sind. Da Krustenechsen neben Greifvögeln nur wenig natürliche Feinde haben, erreichen sie ein relativ hohes Alter.

Systematik

Familie aus der Zwischenordnung der Waranartigen (Varanomorpha) in der Unterordnung der Echsen (Sauria).


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