Kathodenstrahl

Aus WISSEN-digital.de

(griechisch) von der Kathode einer Elektronenröhre ausgehender negativ geladener Elektronenstrahl.

Unter bestimmten Umständen entstehen freie, nicht mehr an das Atom gebundene Elektronen. Zunächst wurden sie in einer mit verdünnter Luft gefüllten Glasröhre (Geißlersehe oder Hittorfsche Röhre) erzeugt, durch die man einen Strom schickt. Bei fortschreitender Verdünnung erwies sich, dass der elektrische Funke in der Röhre eine größere Schlagweite als in der Atmosphäre zeigt. Bei einer Verdünnung von einem hundertstel Millimeter Luftdruck bildet sich das bläulich strahlende Kathodenlicht. P. Lenard erkannte, dass diese Strahlen von negativ geladenen freien Elektronen ausgehen, die sich mit einem Zehntel bis einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit bewegen. Er widerlegte dann die Ansicht, diese Kathodenstrahlen könnten nur innerhalb der Röhre erhalten bleiben. Sie können nämlich durch ein winziges Loch in einer Aluminiumfolie, das "Lenard-Fenster", in die freie Atmosphäre eintreten.


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