Jan Hus

Aus WISSEN-digital.de

tschechischer Reformator; * 1369 in Husinetz, Südböhmen, † 6. Juli 1415 in Konstanz

Nach seinem Theologiestudium wurde Hus im Jahr 1400 zum Priester geweiht. Er hielt als Professor und 1402/03 als Rektor der Universität Prag theologische Vorlesungen. Hier brach er erstmals die Vorherrschaft der Deutschen zugunsten der Tschechen. Als Bußprediger griff Hus die Lehren des englischen Reformators J. Wiclif auf und kritisierte die Missstände in der katholischen Kirche, insbesondere verwarf er den Ablasshandel und die Kreuzzugsbulle Papst Johannes' XXIII. Zugleich verfocht er einen tschechischen Nationalismus und betrieb die Loslösung der tschechischen Nationalkirche von Rom. Da er den Papst als oberste Autorität in Glaubensfragen nicht anerkannte, wurde Hus 1411 exkommuniziert und musste aus Prag fliegen. 1414 wurde er vor das Konzil zu Konstanz geladen und erhielt von König Sigismund die Zusicherung freien Geleits. Vor dem Konzil verweigerte Hus den Widerruf seiner Überzeugungen und wurde 1415 als Ketzer verbrannt. Sein Tod wurde zum unmittelbaren Auslöser der Hussitenkriege.


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Der Papst

Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche mit Sitz im Vatikan, Bischof von Rom, ...

"Der große Vorteil der Bärte liegt darin, dass man nicht mehr viel von den Gesichtern sieht."
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