James Joyce
Aus WISSEN-digital.de
irischer Schriftsteller; * 2. Februar 1882 in Rathgar bei Dublin, † 13. Januar 1941 in Zürich
Der älteste Sohn von John Stanislaus und Mary Joyce erhielt trotz der sich beständig verschlechternden Verhältnissen der Familie die bestmögliche Erziehung in den Jesuitenschulen Clongowes Wood und Belvedere College, später am University College, Dublin.
Nach Abschluss seiner Studien 1902 trug er sich mit dem Gedanken, in Paris Medizin zu studieren. Er brachte sich knapp durch mit Rezensionen. Wieder in Dublin unterrichtete er eine Zeitlang an einer Privatschule.
1904 lernte er eine junge Frau aus dem Westen Irlands kennen, Nora Barnacle; er überredete sie, sich mit ihm in eine freiwillige Verbannung zu begeben. Im Oktober 1904 fuhren sie nach Zürich, dann nach Pola (damals in Österreich). 1905 erhielt Joyce eine Stelle in der Berlitz School in Triest. Ein Sohn, Giorgio, kam 1905, eine Tochter, Lucia, 1907 zur Welt (die Eltern heirateten erst 1931, "aus testamentarischen Gründen").
Nach Ausbruch des Weltkriegs ließ sich Joyce mit seiner Familie in Zürich nieder (1915-1919). Unterdessen hatte sich Ezra Pound für ihn eingesetzt und ihm zur Publikation von "Dubliners" und "Portrait of the Artist as a Young Man" verholfen. In Harriet Shaw Weaver fand Joyce eine Gönnerin, die ihn fortan großzügig unterstützte.
Nach einem kurzen Aufenthalt in Triest kam Joyce 1920 nach Paris. An seinem 40. Geburtstag erschien der "Ulysses" bei Shakespeare and Company. Der letzte Lebensabschnitt brachte Anerkennung, aber trotz erheblicher Einkünfte nie gänzliche Befreiung von Sorgen um den Unterhalt und um die Gesundheit (Joyce musste mehrere Augenoperationen vornehmen lassen und verlor zuzeiten das Augenlicht beinahe ganz) und um den Zustand seiner kranken Tochter.
"Finnegans Wake" wurde 1922 begonnen, es erschien im Mai 1939. Nach langwierigen Bemühungen durfte Joyce mit Frau und Sohn Giorgio im Dezember 1940 aus Frankreich in die Schweiz einreisen. Wenige Wochen später starb er an den Folgen einer Darmoperation. Er ist in Zürich begraben.
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