Istanbul

    Aus WISSEN-digital.de

    vor 330: Byzanz; 330 bis 1930: Konstantinopel; seit 1930: Istanbul,

    größte Stadt der Türkei. Istanbul liegt am Bosporus und hat über 10,12 Millionen Einwohner im Großraum. Der in der Bucht "Goldenes Horn" gelegene Hafen der Universitätsstadt ist für den Handel von großer Bedeutung. Es gibt viel Industrie in Istanbul (z.B. Schiffbau- oder Nahrungsmittelindustrie).

    Kunst und Kultur

    Den Kern bildet die Halbinsel Stambul mit den Moscheen, dem Sultanspalast und dem Großen Bazar. Auf dem linken Ufer des Goldenen Horns liegen Galata und Pera, jenseits des Bosporus Skutari. Aus byzantinischer Zeit erhalten sind zahlreiche Kirchen, darunter als bedeutendste die Hagia Sophia (537 geweiht; heute Museum), ferner die Ruinen des Hippodroms (203; nach 324 vergrößert), die über 7 km lange Theodosianische Stadtmauer (414), der Valensaquädukt (368 vollendet), die Ruine des so genannten Palastes des Konstantin VII. Porphyrogennetos (13.-15. Jh.). Bauten aus der Zeit des Osmanischen Reiches sind die Prinzenmoschee (1544-48), die Sulaiman-Moschee (1550 bis 57), die Rüstem-Pascha-Moschee (vollendet 1561) und die Sultan-Ahmad- oder Blaue Moschee (1609-16; Wandverkleidungen aus blaugrünen Fayencen). Sehenswert ist der Sultanspalast Topkapi-Serail (begonnen 1462, heute Museum).

    Von den Museen der Stadt sind etwa das Antikenmuseum und das archäologische Museum zu nennen.

    Geschichte

    Im 7. Jh. v.Chr. wurde die Stadt unter dem Namen Byzanz durch Griechen gegründet. Nachdem die Römer Byzanz 196 n.Chr. erobert hatten, wurde die Stadt 330 n.Chr. von Konstantin dem Großen unter dem Namen Konstantinopel zur Hauptstadt des Römischen Reiches erhoben.

    Konstantinopel war ein beliebtes Ziel für die Eroberungsgelüste der verschiedensten Völker. Es wurde häufig belagert und angegriffen. Es wurde 1204 durch ein Kreuzzugsheer erobert. Der Kreuzzug, der sich eigentlich gegen Ägypten richten sollte, war von den Venezianern unter ihrem Dogen Dandolo aus wirtschaftspolitischen Gründen ohne Einwilligung des Papstes umgelenkt worden. 1453 wurde die Stadt von den Türken erobert. In der Folgezeit war sie Residenz der Sultane. Konstantinopel blieb bis 1923 Hauptstadt der Türkei, dann wurde Ankara Hauptstadt. Umbenennung in Istanbul 1930.



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