Herrentiere

    Aus WISSEN-digital.de

    (Primates)

    Die Ordnung der Herrentiere ist über weite Gebiete der gesamten Welt verbreitet und besiedelt die verschiedensten Lebensräume.

    Sie umfasst viele Gruppen von höchst unterschiedlicher Entwicklungshöhe. Die Skala reicht vom Koboldmaki bis zum Menschen. Gemeinsam sind allen Herrentieren die beweglichen Greifhände, mit denen sie Äste umklammern können.

    Hände und Füße sind mit platten Nägeln und feinfühligen Fingerkuppen bestückt. Primaten besitzen große, gut entwickelte Augen, die nach vorne gerichtet sind. Dadurch entstehen Gesichtsfelder, die sich überlappen und die es den Herrentieren ermöglichen, dreidimensional zu sehen, Richtungen, Entfernungen und genaue Lagebeziehungen abzuschätzen. Diese Entwicklung der Augenpartie führte dazu, dass sich auch die Sehzentren in ihrem Gehirn vergrößerten.

    Das Großhirn wurde durch die Bildung von Furchen und die Ausweitung des Hirnschädels differenzierter. Ansätze von geistigen Leistungen wie Intelligenz, Kreativität, Gedächtnis und Bewusstsein entstanden und haben sich je nach Familien- und Artenzugehörigkeit unterschiedlich gut weiterentwickelt.

    Herrentiere sind dazu in der Lage, durch Mimik, Gestik, Stimme und Körpersprache auf unterschiedliche Weise zu kommunizieren. Sie leben entweder einzelgängerisch oder in verschieden organisierten Gruppen, die jeweils eine komplexe Sozialstruktur aufweisen.

    Die moderne Zoologie hat die Aufteilung in Halbaffen und Affen heute jedoch weitgehend abgeschafft und unterteilt nun nach einem Streifen zwischen Nase und Mund in Haplorhini und Strepsirhini. Diese Systematik ist allerdings genauso umstritten wie die alte, weshalb hier die alte Einteilung beibehalten werden soll.

    Systematik

    Ordnung aus der Klasse der Säugetiere (Mammalia).

    Unterordnungen:

    Affen (Simiae) mit den Teilordnungen

    Altwelt- oder Schmalnasenaffen (Catarrhina) Neuwelt- oder Breitnasenaffen (Plathyrrhina) Halbaffen (Prosimiae) mit den Teilordnungen

    Spitzhörnchenartige (Scandentia) Koboldmakiartige (Tarsiiformes) Lemurenartige (Lemuriformes) Loriartige (Lorisiformes)Siehe auch Haplorhini und Strepsirhini.



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