Hasentiere

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(Lagomorpha)

Hasentiere sind fast auf der ganzen Erde verbreitet außer in der Antarktis, auf Madagaskar, in Teilen Indonesiens und im südlichen Südamerika. Nach Australien und Neuseeland wurden sie eingeführt.

Sie bilden zoologisch eine eigene Ordnung. Früher wurden sie zu den Nagetieren gerechnet, die Ähnlichkeiten sind aber nur oberflächlich. Es gibt entscheidende Unterschiede: Bei Hasentieren sitzt hinter den Nagezähnen jeweils ein zweiter Zahn; sie können ihren Unterkiefer nicht nur auf und ab, sondern auch seitlich bewegen; die Vorderfüße dienen ihnen nicht als Greifwerkzeuge, sondern werden lediglich bei Angriffen zum Schlagen benutzt. Außerdem sind die Hasentiere reine Pflanzenfresser, Nager dagegen ernähren sich häufig auch von tierischer Kost.

Zoologen zählen die Hasentiere zu den urtümlichen Säugetiergruppen. Ihr Gehirn ist primitiv, ihr Gehörsinn dagegen hoch entwickelt.

Systematik

Ordnung in der Klasse der Säugetiere (Mammalia).

Familien:

Eurymylidae - ausgestorben

Hasenartige (Leporidae) mit den Unterfamilien

Althasen (Archaeolaginae) - ausgestorben Urhasen (Palaeolaginae) - ausgestorben Hasenartige im eigentlichen Sinne (Leporinae) - mit etwa 45 Arten Pfeifhasen (Ochotonidae) - mit 15 Arten


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