Grundel
Aus WISSEN-digital.de
(Gobiidae)
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Allgemeines
Die Mehrzahl der etwa 600 Arten aus der Familie der Grundeln bewohnen die tropischen und subtropischen Küstengewässer; einige leben auch im Brack- oder Süßwasser.
Eine der größten Grundelarten (Mesogobius batrachocephalus) ist ebenfalls im Schwarzen Meer zu Hause und erreicht eine Länge von bis zu 36 Zentimeter.
Die größte einheimische Art ist die Schwarzgrundel (Gobius niger); sie wird bis zu 14 Zentimeter lang und ist im Atlantik, in der westlichen Ostsee, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer verbreitet. Dort lebt sie in Steinhöhlen, in leeren Muschelschalen und bewohnt sogar leere Konservenbüchsen.
Die Zwerggrundel (Pandaca pygmaea) ist der kleinste Fisch überhaupt; man findet sie im Süß- und Brackwasser der Philippinen: das Weibchen wird elf Millimeter lang, das Männchen nur etwa sieben Millimeter.
Körperbau
Alle Grundeln haben einen lang gestreckten, seitlich abgeflachten Körper, deren Brustflossen mit einem Haftorgan versehen sind. Die hüpfende Fortbewegung der Grundeln resultiert aus einem Flossenschlag nach dem eine Pause eingelegt wird. Die Weibchen sind stets heller als die (balzenden) Männchen, die zuweilen tiefschwarz gefärbt sind. Der etwa fünf Zentimeter lange Glasküling (Aphya minuta) dagegen ist, wie der Name schon sagt, durchsichtig wie Glas.
Verhaltensweisen
Im Laufe der Evolutionsgeschichte haben sich Grundeln an die unterschiedlichsten Umweltbedingungen angepasst und dabei die verschiedensten Verhaltensweisen und Überlebensstrategien an den Tag gelegt.
Die meisten Grundelarten sind revierbildende Einzelgänger; nur wenige leben in Gemeinschaft ihrer Artgenossen oder im Freiwasser. Oft besteht unter den Reviernachbarn eine Rangordnung, die auch am Farbkleid zu erkennen ist: die Fische niederen Ranges sind meist heller gefärbt, als die höheren Ranges. Grundeln profitieren aber auch von anderen Fischen: einige Arten, dringen sogar in die Mundhöhlen ihrer Wirte ein, um sich dort reinigen zu lassen.
Einige Grundelarten der Gattungen Cryptocentrus, Lottilia und Obtortiophagus leben in Symbiose mit Alpheus-Krebsen. In den gemeinsamen Höhlen sorgt der fast blinde Krebs für Sauberkeit, während ihn die Grundel bei drohender Gefahr warnt.
Systematik
Familie aus der Unterordnung der Grundelartigen (Gobioidei) in Ordnung der Barschartigen Fische (Perciformes), die zur Überordnung der Echten Knochenfische (Teleostei) in der Klasse der Knochenfische (Osteichthyes) zählt.
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