Grönlandwal
Aus WISSEN-digital.de
(Balaena mysticetus)
auch: Riesenglattwal oder Nordwal;
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Verbreitungsgebiet
Das Verbreitungsgebiet des Grönlandwals sind die nördlichen Eis- und Polarmeere, wo er sich bevorzugt in Küstennähe aufhält.
Körperbau
Der Grönlandwal ereicht eine Länge von bis zu 18 Metern und ein Gewicht von durchschnittlich etwa 70 Tonnen. Sein Kopf ist sehr groß und macht in etwa ein Drittel des gesamten Körpers aus. Das Maul des Grönlandwals ist stark gewölbt und die kleinen Augen sitzen hinter den Mundwinkeln. In der Mundhöhle des Grönlandwales befinden sich bis zu über vier Meter lange Barten (die längsten aller Bartenwale), die oft aus dem Maul heraus hängen. Die Haut des Grönlandwales ist dunkelgrau bis schwarz, am Unterkiefer befindet sich ein weißer Kehlfleck. Grönlandwale besitzen keine Rückenfinne und ihre Flipper sind relativ kurz. So können sie sich nur langsam im Wasser fortbewegen (bis zu sieben Stundenkilometer).
Ernährung
Die Nahrung der Grönlandwale besteht aus Plankton, Kleinstorganismen, die von der Wasseroberfläche abgeschöpft werden. die Bartenfransen sind so fein, dass die Wale in Küstennähe sogar Schlick filtern.
Fortpflanzung
Die Tiere leben in kleinen Gruppen. Über die Paarung der Grönlandwale ist nur wenig bekannt. Heute nimmt man an, dass sie meist im Spätsommer stattfindet. Auch die Tragzeit konnte nie eindeutig festgestellt werden, man schätzt sie im Allgemeinen etwa auf zehn bis 16 Monate. Die Jungtiere sind bei der Geburt bereits vier Meter lang und werden noch gut ein Jahr gesäugt.
Sonstiges
Besonders die langsame Schwimmweise hat Grönlandwale in den letzten Jahrhunderten bis an den Rand der Ausrottung gebracht. Die Tatsache, dass sie nicht untergehen, wenn sie tot sind, sondern mit dem Bauch nach oben im Wasser treiben, hat sie von jeher zur leichten Beute von Walfängern gemacht. Heute schätzt man den Bestand der Meeressäuger wieder auf bis zu 12 000 Tiere.
Systematik
Art aus der Familie der Glattwale (Balaenidae).
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