Gajus Marius

    Aus WISSEN-digital.de

    römischer Feldherr und Politiker; * 156 v.Chr. in Cereatae Arpinum, † 13. Januar 86 v.Chr. in Rom

    Gajus Marius; Porträtbüste

    Marius diente sich im Heer empor und besiegte 107 v.Chr. den Numiderkönig Jugurtha. Im selben Jahr wurde er von der Volkspartei (Populares) erstmals zum Konsul gewählt.

    Entscheidend für die Schlagkraft des Heeres wurde die von Marius durchgeführte Heeresreform: Er ermöglichte den bisher vom Heeresdienst ausgeschlossenen Proletariern den Heersdienst und erhielt so eine Truppe ihm ergebener Berufssoldaten. Mit ihnen gelang ihm die Vernichtung der Teutonen (102 bei Aquae Sextiae - Aix-en-Provence) und Kimbern (101 bei Vercellae - Vercelli), die seit Jahren das Römischen Reich bedrohten.

    Während seines sechsten Konsulats verlor Marius durch das Wirken der Staatspartei (Optimaten) im Kampf um die Agrarreform an Einfluss und Anhang, wurde aber 88 v.Chr. dennoch mit dem Oberbefehl gegen Mithridates beauftragt. Von Sulla, dem Kandidaten des Senats, wurde er zunächst vor Rom geschlagen und geächtet und musste nach Afrika fliehen. Nach Sullas Abmarsch nach dem Osten kam Marius zurück und wütete zusammen mit Cinna gegen die Optimatenpartei.



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