Franz Josef Jung

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    deutscher Politiker; * 5. März 1948 Erbach (Rheingau)

    Der CDU-Politiker absolvierte ein Jurastudium, das er 1974 mit dem ersten und 1976 mit dem zweiten Staatsexamen abschloss; 1978 promovierte er. Jung arbeitete als Anwalt und Notar und war von 2000 bis 2005 im Verwaltungs- und Aufsichtsrat von Eintracht Frankfurt tätig. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

    Jungs politische Karriere begann in der Jungen Union, deren stellvertretender Bundesvorsitzender er 1981 bis 1983 war. Er war Mitglied des Hessischen Landtags (1983-2005), 1999 bis 2000 war er hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Leiter der Hessischen Staatskanzlei, musste aber wegen der CDU-Spendenaffäre zurücktreten. 2003 bis 2005 war Jung Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Hessen.

    Von 2005 bis 2009 war er Bundesminister der Verteidigung in der von Angela Merkel geführten großen Koalition. Vom 28. Oktober 2009 bis zum 30. November 2009 war Franz Josef Jung Bundesarbeitsminister. Dieses Amt legte er wegen der vorangegangenen Kunduzaffäre nach nur 33 Tagen nieder.

    Mitglied des Bundestages seit 2005.

    Kalenderblatt - 23. April

    1980 Im so genannten zweiten Kohle-Strom-Vertrag verpflichten sich die deutschen Stromversorger zur Abnahme der heimischen Steinkohle. Ziel der Vereinbarung ist neben dem Verzicht auf überflüssige Importe die Sicherung von 100 000 Arbeitsplätzen.
    1990 Karl-Marx-Stadt erhält wieder den Namen Chemnitz. Anlass dazu gab eine Bürgerbefragung, bei der 76 % der Einwohner dafür stimmten.
    1998 Internationale Fluggesellschaften dürfen künftig Nordkorea überfliegen.