Erde

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    einer der neun Planeten unseres Sonnensystems, von der Sonne aus der dritte (nach Merkur und Venus). Der mittlere Abstand der Erde von der Sonne beträgt 149,6 Millionen km. Die Form der Erde ist kugelähnlich, mit Abplattung an den beiden Polen und Ausbauchung am Äquator. Die Erde ist somit ein Ellipsoid, auf Grund der unregelmäßigen Massenanordnungen und den sich daraus ergebenden Deformationen auch Geoid genannt. Sie hat sich wohl vor fünf bis sechs Milliarden Jahren gebildet und ist von einer Atmosphäre umgeben.

    Die Erde hat eine Oberfläche von circa 510,1 Millionen km². Ihr Äquatorumfang beträgt 40 076,59 km, der Meridianumfang 40 009,15 km, der Durchmesser von Pol zu Pol 12 713,8 km, der Durchmesser am Äquator 12 756,8 km, die Erdabplattung 1:298,55. Das Erdvolumen beträgt 1/1 300 000 des Sonnenvolumens - etwa 1083,32 Milliarden km³. Die Dichte der Erde ist im Mittel 5,5-mal größer als die von Wasser.

    Die Zusammensetzung der Erde wird von der Geologie gelehrt. In Masse, Dichte und Größe ist sie der benachbarten Venus, in der Beschaffenheit der Oberfläche dem Mars am nächsten verwandt. Die Geodäsie beschäftigt sich mit der Größe und Gestalt der Erde.

    Etwa 70 Prozent der Oberfläche sind von Wasser bedeckt, nur die restlichen 30 Prozent bestehen aus festem Land - davon liegen über zwei Drittel auf der Nordhalbkugel. Die Weltmeere erstrecken sich in nördliche und südliche Richtung, die Mittelmeere dagegen in die westliche und östliche. Die höchste Erhebung auf der Erdoberfläche ist der Mount Everest (8 850 m).

    Auf Grund der Temperatur und der Atmosphäre aus Luft und Wasserdampf ist Leben auf der Erde möglich. Der Erdkörper setzt sich aus mehreren Kugelschalen zusammen. Der Erdkern besteht aus heißem, flüssigem Magma, vermutlich aus schweren Stoffen wie Eisen oder Nickeleisen usw., das unter Druck durch die über Jahrmillionen erkaltende, noch recht dünne Erdkruste aus Vulkanen herausschießt. An der Oberfläche befinden sich Kontinente und Inseln: Teile dieses Erdmantels, die aus den Ozeanen herausragen und gewissermaßen auf dem heißen Erdinnern schwimmen. Früher gab es andere Abstände der Kontinente zueinander, auch andere Formen: Teilweise schoben sie sich übereinander, und auch der Meeresspiegel veränderte sich. Dies muss bei Forschungen, wie sich allmählich Tierarten und die Menschen auf der Erde ausgebreitet haben, bedacht werden.

    Erde, Sonne und Mond halten sich durch die gegenseitige Anziehungskraft auf ihren Bahnen. Die Sonneneinstrahlung bringt für die Lebewesen notwendiges Licht und Materie. Sonne und Erde sind im Mittel ca. 150 Millionen km voneinander entfernt. Die Bewegung der Erde um die Sonne erfolgt in 365 ¼ Tagen auf der 925 Millionen km langen elliptischen Bahn, in deren Brennpunkt die Sonne steht. Die Bewegungsgeschwindigkeit der Erde um die Sonne erreicht etwa 30 km/sec. Die Erdäquatorebene bildet mit der Ebene ihrer eigenen Bewegungsbahn um die Sonne einen Winkel von 23° 27' (Schiefe der Ekliptik), was den Wechsel der Tageslängen und die Jahreszeiten zur Folge hat. Durch Drehung der Erde um die eigene, etwas schief stehende Achse, die durch ihren Schwerpunkt geht, entsteht der Tag-Nacht-Wechsel auf der Erde. Alle 24 Stunden (nach einem Erdentag) beleuchtet und erwärmt die Sonne wieder dieselbe Erdhälfte. An den von der Sonne nur seitlich bestrahlten und somit kaum erwärmten Polen (Nord- und Südpol) entstanden große Kappen aus ewigem Eis.



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