Die entscheidenden Punkte für eine wirkungsvolle Kündigung

    Aus WISSEN-digital.de

    Schnell ist man dabei, eine Kündigung auszusprechen und ihrer formellen und schriftlichen Form nachzukommen. Ebenso schnell ist Diese dann auch geschrieben und abgeschickt. Dann gibt es kein Zurück mehr und sie flattert dem Unternehmen ins Haus. Jedes Wort zählt in einem Schriftstück und jedwede schriftlich fixierte Forderung beispielsweise auch.

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    So könnte es dann durchaus passieren, dass der vermeintlich zum ersten Januar eines neuen Jahres gekündigte Vertrag mit dem Stromversorger dann doch nicht rechtmäßig gekündigt wurde, oder der Handyvertrag trotz Kündigung des Kunden einfach stillschweigend weiterläuft? Viele Lücken und Tücken verbergen sich in einem Kündigungsschreiben, die man aber im Vorfeld durchaus vermeiden und umgehen kann.

    Den Vertrag genaustens studieren

    Egal ob es sich um die Kündigung eines Stromversorgers, Handyanbieters, eines DSL-Anschlusses handelt, oder auch diverser Abos. Den ersten Schritt, den man gehen muss, bevor man das Kündigungsschreiben aufsetzt, ist den Vertrag genaustens durchzulesen und vor allem die Passage der allgemeinen Kündigungsfrist, -regeln und -form. Denn diesen Bestimmungen hat man schließlich bei Vertragsunterzeichnung zugestimmt.

    Die Kündigungsfrist ist zunächst der wichtigste Punkt. Sie sollte grundsätzlich eingehalten werden, ansonsten wird die Kündigung schnell ignoriert und der Vertrag läuft lustig und manchmal sogar stillschweigend weiter. Bedarf es einer Kündigung in schriftlicher Form (meistens), dann sollte sie auch nur so zugeschickt werden. Am besten per Postweg als Einschreiben mit Rückschein. Denn der Beweis, dass sie nicht nur abgesendet, sondern auch angekommen ist, muss im Ernstfall vorhanden sein. Am besten eine professionelle Kündigungsschreiben Vorlage verwenden, um auch wirklich keine Fehler ins Schreiben einzubauen, die sich am Ende womöglich auf den weiteren Verlauf der Kündigung negativ auswirken könnten. Denn dann wird schnell aus dem vermeintlich einfachen Schritt, eine verstrickte Situation, die nicht nur Ärger und Zeit kosten kann, sondern auch bei unzureichender Rechtsschutzabsicherung beispielsweise eine sehr teure Angelegenheit werden kann.

    Bei Handyverträgen und Co ist Vorsicht geboten

    Besonders bei Verträgen mit Handyanbietern sollte man eines ganz klar wissen: Diese Verträge sind sogenannte Dauerschuldverhältnisse, da sie mit einer ständigen und laufenden Leistungserbringung übereinstimmen. Diese darf in der nicht mehr als 24 Monate betragen. Eine Verlängerung des Vertrages kommt meist stillschweigend zustande und kann ohne Kündigung noch für weiter zwölf Monate rechtlich gelten. Die Krux an diesen Verträgen ist quasi, dass die Kunden den Zeitpunkt der rechtlichen Kündigung des bestehenden Vertrags, drei Monate in der Regel im Voraus, unwissentlich überschreiten und so für einen weiteren Zeitraum vertragsgebunden bleiben.

    Kündigungsschreiben bei Arbeitsverträgen sollten absolut rechtssicher sein

    Die klassischen Kündigungsschreiben müssen wichtige Punkte beinhalten, damit sie auch tatsächlich greifen und wirken können. Gesetzliche Vorschriften, Kündigungsfristen, das Ausschreiben des Vor- und Zunamens, des Geburtsdatums und bei der Kündigung von Arbeitsverträgen unbedingt auch die Firmenbezeichnung, mit Adresse, Wohnort und Kündigungsgrund und viele weitere Punkte, müssen in einem Kündigungsschreiben enthalten sein. Je nach Unternehmen, Branche und Vertragsart muss nicht zwingend ein Kündigungsgrund schriftlich fixiert werden. Hierbei reicht es, wenn man die Kündigungsfrist einhält und auf diese ausdrücklich aufmerksam macht (fristgerecht kündigen).

    Wer per E-Mail kündigt, sollte dies versendete Mail nicht nur speichern, sondern auch sofort ausdrucken und eine Kopie erstellen. Auch eine vorinstallierte Empfangsbestätigung der Mail bezüglich des Empfängers sollte möglich sein, um eine Garantie zu haben, dass die Mail auch nicht nur gesendet wurde, sondern auch empfangen.



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