Dachs

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    Dachs

    eigentlich: Europäischer Dachs;

    der Dachs lebt fast in ganz Europa südlich des Polarkreises, sowie in Vorder-, Inner- und Ostasien bis Japan; in den Alpen wurde sein Vorkommen bis über zweitausend Meter Höhe festgestellt. Er bewohnt vornehmlich dichte Wälder.

    Der Dachs gilt mit seinen kurzen Beinen als ein plumpes Raubtier. Er wird bis zu 85 Zentimeter lang und 20 Kilogramm schwer, sein Fell ist graubraun, borstig und trägt schwarz-weiße Längsstreifen am Kopf.

    Der Dachs ernährt sich von Wurzeln, Würmern, Insekten, Vögeln und Wild.

    Die Paarungszeit (Brunst oder Ranz genannt) findet im Spätsommer statt. Nach einer Tragezeit von durchschnittlich acht Monaten bringt das Weibchen bis zu fünf Junge zur Welt. Bei der Geburt sind die Jungtiere noch blind und taub, nach 20 Tagen öffnen sie jedoch die Augen, bleiben dann aber noch rund ein halbes Jahr in der Obhut der Mutter.

    Der Dachs ist ein nachtaktives Tier und schläft in selbst gegrabenen Erdhöhlen ("Dachsbau"), in denen er auch seinen Winterschlaf hält. Der bis zu fünf Meter tief liegende Bau ist mit Moos und Gras gepolstert; er steht durch zahlreiche verzweigte Röhren, die als Ausgänge oder Luftschächte dienen, mit der Außenwelt in Verbindung. So ein Bau kann über Generationen von den Abkömmlingen derselben Familie bewohnt und weiter ausgebaut werden.

    Wegen seines Pelzes wird der Dachs bejagt, allerdings hat er in Deutschland während der zweiten Jahreshälfte Schonzeit.

    Systematik

    Einziger Vertreter aus der Unterfamilie der echten Dachse (Melinae), die zur Familie der Marder (Mustelidae) gezählt wird.



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