Christopher Walken

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    US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Tänzer; * 31. März 1943 in Queens, New York

    eigentlich: Ronald Walken;

    Der nach dem Schauspieler Ronald Colman benannte Hollywoodstar ist der Sohn eines schottisch-deutschen Auswandererpaars. Beide Eltern verdienten ihr Geld als Bäcker, und ihr Sohn half oft in der Familienbäckerei am Broadway aus. Auf das Betreiben ihrer Mutter hin wurden Ronald Walken und seine Brüder Kenneth und Glenn in den 1950er Jahren Kinderstars im Fernsehen. Später studierte er an der "Hofstra University" auf Long Island, brach jedoch vorzeitig ab und ging stattdessen einer Tanzausbildung am "Actors Studio" nach.

    1964 änderte er seinen Namen in "Christopher". Einen Oscar als bester Nebendarsteller erhielt er 1978 für "Durch die Hölle gehen" ("The Deer Hunter) neben Robert De Niro. Darin spielt er einen jungen Stahlarbeiter, der durch den Vietnamkrieg traumatisiert ist. Bei den Dreharbeiten zu "Projekt Brainstorm" ("Brainstorm") 1981 verunglückte seine Schauspielkollegin Natalie Wood und ertrank. Die Dreharbeiten wurden jedoch fortgesetzt und der Film erschien 1983. Einen Gegner von James Bond, Max Zorin, spielte er 1985 in "Im Angesicht des Todes" ("A View To Kill").

    In Paul Schraders "Der Trost von Fremden" ("The Comfort Of Strangers", 1990), einem Kunstfilm nach der Romanvorlage von Ian McEwan, spielt Walken die Rolle des Robert, eines dekadenten italienischen Aristokraten mit extremen sexuellen Neigungen. Seine nächste große Filmrolle hatte er 1993 in "True Romance" (nach einem Drehbuch des damals noch unbekannten Quentin Tarantino) zusammen mit Dennis Hopper. Eine Nebenrolle spielte er dann auch in Tarantinos "Pulp Fiction" (1994). Für seinen Part als Erzengel Gabriel in "God's Army -Die letzte Schlacht" ("The Prophecy", 1995) wurde er vielfach gelobt. Dem folgten Produktionen wie "Gegen die Zeit" ("Nick Of Time", 1995) und Tim Burtons "Sleepy Hollow" (1999) mit Johnny Depp.

    Zudem spielte Walken in mehreren Musikvideos mit, zum Beispiel von Madonna ("Bad Girl", 1993) oder Fatboy Slim ("Weapons Of Choice", 2001). In der amerikanischen Comedyshow "Saturday Night Live" trat der Schauspieler viele Male auf.

    Im Jahr 2000 spielte Christopher Walken eine Rolle in der Musicalversion von James Joyces "Die Toten" ("The Dead") am Broadway. Zurück auf der Leinwand, gab er ein Jahr später in "America's Sweethearts" (2001) einen exzentrischen Filmregisseur. Im Kinostreifen "Catch Me If You Can" (2002) mimte er den Betrüger Frank Abagnale sr., was ihm eine Oscar-Nominierung einbrachte. Einige Jahre später verkörperte er den angeblichen Erfinder in "Klick" ("Click", 2006) an der Seite von Adam Sandler. In der 2007er Filmadaption von "Hairspray" sieht man ihn singend und tanzend mit John Travolta.

    Seit 1969 ist Christopher Walken mit Georgianne Walken, der Besetzungschefin von "Die Sopranos" verheiratet.



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