Chipkarte

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    eine aus stabilem Kunststoff bestehende Ausweiskarte, die die Größe einer Scheckkarte besitzt (85,6 mm x 54,0 mm x 0,75 mm). Auf der Karte ist ein Mikroprozessor integriert, der im Vergleich zu einer Karte mit Magnetstreifen (Magnetspeicher) eine höhere Sicherheit gegen missbräuchliche Benutzung bietet. Der Mikroprozessor ermöglicht die Aufnahme von Programmen und Daten. Diese Daten können als anonyme (z.B. bei Telefonkarten) oder individuelle Daten (z.B. bei Mitgliederausweisen) vorliegen. Mithilfe der an der Oberfläche der Karte befindlichen kontaktlos oder über induktive Kopplung erreichbaren Kontakte ist eine Kommunikation mit speziellen Schreib-Lese-Geräten möglich (Chipkartenlesegerät, Chipkartenprogrammiergerät).

    Chipkarten sind z.B. üblich als EC-Karten (EC als Abk. für: Electronic Cash), Kreditkarten im bargeldlosen Zahlungsverkehr, Mitgliederausweise, Sozialversicherungsausweise und Telefonkarten.

    Weiterentwickelte Chipkarten - mit integriertem Speicher (ROM und EEPROM) - werden als SmartCard (deutsch: intelligente Karte) oder MFC (Abk. für: multifunktionale Chipkarte) bezeichnet. Diese Karten können beispielsweise mit einem bestimmten Geldbetrag (wiederaufladbare Bargeldkarte, englisch: Paycard) geladen und somit zur Bezahlung von Dienstleistungen und Waren genutzt werden. Derartige Karten dienen auch in Handys zur Autorisierung des Nutzers (SIM-Karte) und zur Datenspeicherung (z.B. von Telefonnummern), ebenso als Berechtigungskarte für Decoder zur Freischaltung von TV-Programmen, als Schlüssel für Kopierer oder als Identifikationskarte für Zugangskontrollsysteme.

    Als Varianten von SmartCards existieren Memorycards mit erhöhter Speicherkapazität und SuperSmartCards mit zusätzlichen Funktionsmöglichkeiten (Anschlussmöglichkeit für eine Tastatur und das Senden und Empfangen von Informationen).

    Die Eigenschaften der SmartCards sind durch ISO-Normen festgelegt. SmartCards müssen nach der Bestrahlung durch Röntgenstrahlen noch funktionieren, die Längsseite muss um bis zu zwei Zentimeter zu verbiegen sein und eine mechanische Belastung darf nicht sofort zum Riss führen.

    Chipkartenlesegeräte existieren als eigenständige oder als in andere Einheiten integrierte Geräte, beispielsweise auch an Computern als Schutz gegen unberechtigte Benutzung.

    Chipkartenprogrammiergeräte dienen zum Programmieren von Karten und zum Füllen des Speichers von SmartCards.

    Spezielle Chipkarten:

    '-'MultiMediaCard (Abk.: MMC): Diese von der Firma Siemens hergestellte Karte mit den Abmessungen 32 mm x 24 mm x 1,4 mm dient als ROM oder Flash Memory und kommt in Mobiltelefonen und tragbaren Computern zum Einsatz. Adapter ermöglichen es, MMC-Karten wie eine Karte für einen PC zu verwenden (Speicherkapazität etwa 100 MByte).

    '-'Flash Card: eine Karte für einen PC mit einem Flash Memory.



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