Cashflow

    Aus WISSEN-digital.de

    (englisch "Liquiditätszufluss")

    Der Cash Flow oder finanzwirtschaftlicher Überschuss zeigt die innere Ertragskraft des Unternehmens an. Dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ermittelten Jahresüberschuss werden die Aufwendungen dazuaddiert, die zu keinem Geldabfluss führten, wie z.B. die Abschreibungen, die Zuführungen zu Rückstellungen, sowie die Zuweisungen zu Rücklagen. Dieser so ermittelte Cash Flow weist somit die tatsächlichen Innenfinanzierungsmöglichkeiten des Unternehmens aus und ermittelt die tatsächliche Expansionskraft.

    Obwohl der Cash Flow vor allem seine Bedeutung in der Kreditwirtschaft hat, findet er nach und nach auch in der Fundamentalanalyse aus zweierlei Gründen zunehmende Verwendung:

    Im Vergleich zum DVFA/SG-Ergebnis ist eine bessere Interpretation des Ertragstrends möglich.

    Die internationale Vergleichbarkeit erhöht sich durch die Eliminierung der Unterschiede durch verschiedenste nationale Bilanzierungsmethoden und Abschreibungsmöglichkeiten.

    Zur besseren Vergleichbarkeit der Cashflows verschiedener börsennotierter Unternehmen wird der Cashflow wie das DVFA/SG-Ergebnis bei Ermittlung des KGV durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert und mit dem aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis gesetzt.

    Die Kennzahl KCV (Kurs-Cashflow-Verhältnis) drückt aus, mit welchem Vielfachen ihres Cashflows die Aktie aktuell notiert und gibt Auskunft darüber, ob die Aktie teuer (hohes KCV) oder preiswert (niedriges KCV) ist. Das KCV wird oftmals in Ergänzung zum Kurs-Gewinn-Verhältnis betrachtet. Bei Aktien mit gleichen Kurs-Gewinn-Verhältnissen wird sich der Investor für die Aktie mit dem geringeren KCV entscheiden.



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