Bundeswehr

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    Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland. Die Bundeswehr ist entstanden durch Änderungen des Grundgesetzes in den Jahren 1954 und 1956, welche die Wehrgesetzgebung konstituierten. Seit dem 21. Juli 1956 herrscht allgemeine Wehrpflicht nach dem Konzept "Bürger in Uniform"; seit 2001 stehen alle Bereiche der Bundeswehr auch für Frauen offen. Mit In-Kraft-Treten der Pariser Verträge am 5. Mai 1955 wurde die Bundesrepublik Deutschland in die NATO als 15. Staat aufgenommen. An der Spitze der Bundeswehr steht der Bundesminister der Verteidigung, im Verteidigungsfall der Bundeskanzler.

    Die Bundeswehr war ursprünglich nur für den Verteidigungsfall des Bündnisgebietes gebildet worden. Seit der 1993 vom Bundestag veranlassten Gesetzesänderung wird sie auch in "Out of Area"-Einsätzen im Rahmen der UN eingesetzt, wie z.B. in Somalia, Kambodscha (Sanitäter) und Bosnien (v.a. Pioniere). Im Frühjahr 1999 kam es im Rahmen des Eingreifens der NATO im Kosovo-Konflikt zum ersten Kampfeinsatz der Bundeswehr. Weitere Einsatzgebiete der Bundeswehr sind seit Januar 2002 Afghanistan und im Rahmen des Internationalen Kampfes gegen den Terrorismus das Horn von Afrika.

    Ende 2001 billigte der Bundesrat das Gesetz zur Neuausrichtung der Bundeswehr. Zentrale Punkte sind eine Verkürzung des Grundwehrdienstes von zehn auf neun Monate und eine Reduzierung der Truppenstärke auf 285 000 Soldaten. Für internationale Einsätze werden etwa 150 000 Soldaten ausgebildet. Die "Verteidigungspolitischen Richtlinien" vom Mai 2003 beinhalten eine Umdefinierung der Rolle der Bundeswehr von der ausschließlichen Landesverteidigung hin zum internationalen Einsatz. Anfang 2004 wurde eine weitere Reduzierung der Truppenstärke auf 250 000 Mann bekannt gegeben. Seit 1. März 2011 besteht in Deutschland keine Wehrpflicht mehr.



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