Buchdruck

    Aus WISSEN-digital.de

    Verfahren zur automatisierten Herstellung von Büchern. Siehe auch Drucktechnik.

    Geschichte

    Buchdruck; Darstellung aus dem 15. Jh.

    Vorstufen des Buchdrucks sind Siegel- und Stempeldruck, seit den Kreuzzügen der Zeugdruck. Der Druck mit Tonlettern ist schon um 1000 in China bekannt. Mit Wortstempeln aus Bronze wurde Ende des 14. Jh.s. in Korea gearbeitet.

    Vorläufer des Gutenbergschen Letterndruckes war der Tafeldruck in den Blockbüchern: Text und Bild wurden als Ganzes in Holztafeln (ursprünglich Metalltafeln) geschnitten und mit einem Reiber auf Papier übertragen. Ausgeübt wurden diese Techniken von Briefmalern und Kartenmachern, Formschneidern und Briefdruckern. Hergestellt wurden vor allem Abzüge von Heiligenbildern, Ablassbriefen, Kalendern und Grammatikfibeln, so genannten Donaten. Um 1440/50 erfand Johannes Gutenberg den Buchdruck mit beweglichen Lettern. Eigentlich handelte es sich um eine Serie von Erfindungen: Letternguss mit eigens entwickelter Gießvorrichtung, Setzkasten, Setzleiste, Handpresse, Druckfarbe). Gutenbergs erstes Meisterwerk war eine 42-zeilige Bibel mit 1 282 Seiten, die in einer Auflage von etwa 150 Exemplaren erschien.

    Die Werkstatt Gutenbergs, in der die ersten Lettern hergestellt wurden

    Es entstanden erste Druckereien (Offizinen): Bamberg 1457, Straßburg 1459, Köln 1465, Augsburg 1468; in Italien seit 1465, hier wurde Venedig seit 1469 der bedeutendste europäische Druckort; in Frankreich 1470, in den Niederlanden 1472, Ungarn 1472, Spanien 1473, Polen 1474, England 1482, Schweden 1484. Um 1500 gab es 260 Druckorte, bis dahin waren 40 000 Bücher und Schriften in einer Auflage von etwa 6 Millionen Exemplaren erschienen. Die Buchdrucker (Goldschmiede, Buchmaler, Schreiber, Formschneider, Akademiker) bildeten keine Zunft, sondern waren "freie Künstler". Außerdem war der Buchdruck ein unsicheres Gewerbe, da Buchdrucker auch Verleger waren. Die Entwicklung einer einheitlichen Schriftsprache wurde durch den Buchdruck gefördert. Ab 1725 wurde das Verfahren der Stereotypie verwendet (Letternsatz wurde in Gips gegossen, die Gipsform, die als Druckplatte diente, wurde mit Blei ausgegossen). 1796 wurde das Flachdruckverfahren erfunden (Lithografie). 1799 gab es erste Papiermaschinen, 1800 erste Eisendruckpressen (statt hölzerner). Friedrich Koenig erfand 1811 die dampfbetriebene Schnellpresse. 1822 wurde das erste Setzmaschinenpatent angemeldet, und 1837 wurde die Galvanoplastik entwickelt (Herstellung von Negativformen). Die erste Rotationspresse entstand 1848, 1884 wurde eine Zeilensetzmaschine von Ottmar Mergenthaler gebaut. Im 20. Jh. wurden die Techniken des Buchdrucks durch die Erfindung der Foto- und Lochstreifensetzmaschine und durch die Entwicklung von neuen Druckverfahren weiter verbessert.



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