Braunalgen

    Aus WISSEN-digital.de

    (Phaeophyta)

    Die Braunalgen kommen nahezu ausschließlich im Meer vor. Die größeren Formen dieses Stammes werden - wie auch die der Rotalgen - als Tange bezeichnet. Sie zeigen oft starke Differenzierung ihrer Thalli, wobei wurzel-, stängel- und blattartige Gebilde auftreten. Zu den Braunalgen gehören z.B. Macrozystis, ein Tang, der bis 70 m lang wird, und Sargassum, eine kleine Gattung, deren Vertreter durch Meeresströmungen in der so genannten Sargassosee in großen Massen zusammengeschwemmt werden.

    Charakteristisch für die Braunalgen ist ihr Generationswechsel. Durch Verschmelzung zweier Gameten entsteht die Zygote, die zu einem neuen Individuum auskeimt, dem so genannten Sporophyten. Dieser bildet auf ungeschlechtlichem Weg Sporen, die zum so genannten Gametophyten auskeimen. Auf diesem entstehen dann die Gameten, meist in Form von Ei- und Samenzellen. Damit ist der Entwicklungskreislauf geschlossen. Innerhalb der Braunalgen kommt es von den primitiven zu den höheren Formen zu einer immer weitergehenden Rückbildung des Gametophyten, bis dieser schließlich beim - auch in der Nordsee häufig auftretenden - Blasentang (Fucus) völlig verschwindet.

    Schon aus Silur und Devon sind mächtige Tange bekannt. Es handelt sich also um einen sehr alten Algenstamm, der jedoch keine Beziehungen zu höheren Pflanzenformen zeigt.



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