Bonapartismus

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    autoritärer Herrschaftsstil in Anlehnung an die Regentschaft Napoleons I..

    In der politischen Literatur wird jedes Regime im Stile Napoleons I. oder Napoleons III. als bonapartistisch bezeichnet.

    In der Regel ist der Bonapartismus Produkt und Abschluss von Revolutionen, gekennzeichnet durch die Mischung autoritärer, konservativer Formen mit demokratischen und sozialen Errungenschaften. Dem Bonapartismus als einer Sonderform der Diktatur sind besonders die Berufung auf den Volkswillen und die Vorliebe für Volksabstimmungen (Plebiszite) eigentümlich, wenn deren günstiger Ausgang von vornherein mit Sicherheit einberechnet werden kann. Außenpolitisch ist er eine Verbindung von Machtpolitik und Nationalismus. Nach Bedarf Berufung auf das nationale Selbstbestimmungsrecht, im Ggs. zum legitimistischen Prinzip (siehe Legitimisten).

    Die Auflösung der europäischen Staatenordnung von 1815 war das außenpolitische Hauptziel des Bonapartismus im 19. Jh., verfochten von Napoleon III.



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