Blutegel

    Aus WISSEN-digital.de

    (Hirudinea)

    Das Verbreitungsgebiet der Blutegel umfasst Meer, Süßwasser und Land; in den letztgenannten Lebensgebieten trifft man sie vor allem in wärmeren bis tropischen Klimaregionen an.

    Blutegel können eine Länge zwischen wenigen Millimetern und einem halben Meter erreichen. Alle Mitglieder dieser Unterklasse besitzen Augen und außerdem auf jedem Segment zusätzliche Sinnesorgane, die so genannten Papillen. Da Blutegel Zwitter sind, besitzen sie gleichzeitig Eierstöcke und Hoden.

    Der Medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) lebt im Süßwasser. In Deutschland ist er nur noch selten anzutreffen. Sein bis zu 16 Zentimeter langer Körper hat eine dunkelgrüne Färbung und ist leuchtend rot und schwarz gebändert bzw. gefleckt. Der Hirudo medicinalis gehört zur Ordnung der Kieferegel, die sich durch gezackte Kieferplatten an der Mundöffnung auszeichnen. Diese werden von den Kieferegeln dazu benutzt, die Haut von Beutetieren aufzuritzen, um das ausströmende Blut als Nahrungsquelle in Darmsäcken zu speichern. Der Speichel dieser Egel enthält den Stoff Hirudin, der gerinnungshemmend wirkt. Da die Egel auf diese Weise eine relativ große Menge Blut aus ihren Opfern saugen können (bis zu 15 Kubikzentimeter), wurde vor allem der Medizinische Blutegel in der Medizin vom Mittelalter bis hinein ins 19. Jh. verwendet, um Patienten Blut abzuschröpfen.

    Systematik

    Unterklasse der Klasse der Gürtelwürmer aus dem Stamm der Ringelwürmer (Annelida).

    Einige Ordnungen:

    Rüsselegel (Rhynchobdellida)

    Kieferegel (Gnathobdellida)



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