Blechblasinstrumente

    Aus WISSEN-digital.de

    auch: Horninstrumente;

    Bezeichnung für die Gruppe der aus verschiedenen Metallen (Messing, Neusilber, Kupfer usw.) gefertigten Musikinstrumente, die mit trichterförmigen Mundstücken gespielt werden. Die Tonerzeugung mittels Lippenspannung und durchströmender Atemluft wird im Klang durch die jeweilige Bauart des Instruments, vor allem der Stürze, beeinflusst. Tonhöhen können darüber hinaus auch durch Klappen, Grifflöcher, stufenlos verstellbare Züge (Posaune) und seit dem 19. Jh. auch durch verschiedene Ventilkonstruktionen gesteuert werden.

    In Renaissance und Frühbarock waren Blechbläserchöre, bestehend aus Zinken und Posaunen, häufig anzutreffende Ensembles, die zunächst colla parte mit den Singstimmen geführt wurden. G. Frescobaldi gilt als einer der ersten Komponisten, die der Instrumentalmusik den gleichen Stellenwert einräumten wie den bis dahin dominanten Vokalwerken. In Venedig schufen daneben vor allem Andrea und G. Gabrieli bedeutende Canzonen, Toccaten und Ricercarkompositionen für einen oder mehrere Bläserchöre, die in St. Markus auf den gegenüberliegenden Emporen aufgestellt wurden.

    Trompeten genossen lange Zeit eine Sonderstellung. Sie waren wegen fehlender Ventile nicht zur lückenlosen Begleitung von Vokalmusik tauglich. Außerdem gehörte es zum alleinigen Privileg von Fürsten und Königen, über Trompetenspieler zu verfügen, die allerdings nicht in der Hofmusik, sondern in der militärischen Hierarchie eingeordnet waren.

    Dem modernen Orchester gehören Trompeten, Hörner, Posaunen und die Tuba sowie verwandte Instrumente an.



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