Blauwal

    Aus WISSEN-digital.de

    (Balaenoptera musculus)

    Verbreitungsgebiet

    Blauwal

    Das Verbreitungsgebiet des Blauwales waren ursprünglich alle Weltmeere einschließlich der Küstenregionen. Heute sind Blauwale nur noch in den Meeren zirkumpolarer Gebiete zu finden, die sie allerdings auf ihren Wanderungen verlassen, um ihre Nachkommen in wärmeren Gewässern zur Welt zu bringen.

    Körperbau

    Der Blauwal gilt als größtes Säugetier der Erde und erreicht eine Körperlänge von über 30 Metern (das größte dokumentierte Exemplar war ein Weibchen mit 33, 5 Metern Länge). Das Gewicht eines ausgewachsenen Blauwals kann bis zu 190 Tonnen betragen. Seinen Namen hat das gigantische Tier durch die bläuliche Färbung seiner Haut erhalten. Die Bauchseite des Blauwals weist meist eine hellere Färbung auf. Vom Maul bis zum letzten Körperviertel ziehen sich viele Furchen, die beim Schwimmen gedehnt werden und dem Wal eine Stromlinienform verleihen. Die Mundhöhle ist mit bis zu 400 relativ kurzen Barten versehen. Die Flipper (Seitenflossen) können bis zu 4,5 Meter lang werden. Die Schwanzflosse wird etwa ebenso breit und ist mittig eingekerbt. Die Finne der Blauwale ist in Relation zu ihrer Körpergröße relativ klein und befindet sich im hinteren Viertel des Körpers.

    Ernährung

    Die Nahrung des großen Meeressäugers besteht hauptsächlich aus winzigen Mikroorganismen wie Plankton und Krebsen, die er mithilfe seiner Barten aus dem Wasser herausfiltert.

    Fortpflanzung

    Blauwale leben meist einzelgängerisch oder in Mutter-Kind-Gruppen. Das Paarungsverhalten der Blauwale ist weitgehend unbekannt. Auch konnte man bisher keine Regelmäßigkeiten bei der Zeit feststellen, zu der die meisten Paarungen stattfinden. Fest steht nur, dass das Weibchen nur alle zwei bis drei Jahre nach einer Tragzeit von etwa elf Monaten ein Jungtier zur Welt bringt, das zu dieser Zeit bereits sieben Meter lang ist über zwei Tonnen wiegt. Es wird noch ein gutes halbes Jahr von der Mutter gesäugt. Die Jungtiere sind etwa nach fünf bis sechs Jahren geschlechtsreif.

    Bei Blauwalen konnte man ein Höchstalter von 90 Jahren feststellen. Bei ihren Tauchgängen können die Tiere bis zu 30 Minuten unter Wasser bleiben; sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 50 Stundenkilometern.

    Gefährdung

    Besonders in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Blauwal intensiv bejagt. Als er 1960 auf der ganzen Welt unter Schutz gestellt wurde, war der Bestand bereits so stark dezimiert, dass eine Rettung fast ausgeschlossen schien. Trotz jahrelanger Bemühungen hat sich der Bestand bis heute nicht richtig erholt.

    Systematik

    Art aus der Familie der Furchenwale (Balaenoptera).



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