Blaualgen

    Aus WISSEN-digital.de

    (Cyanophyta)

    Die Blaualgen sind eine selbstständige Gruppe einzelliger Lebewesen, die aus von Anfang an unbeweglichen Formen hervorgegangen sind. Es handelt sich um verschieden gefärbte (blau, blaugrün, olivgrün, gelblich, rötlich, violett) einzellige oder fädige Organismen ohne Zellkern und Plastiden, aber mit Chlorophyll zur Assimilation. Da einige Arten (z.B. Nostoc, Anabaena) auch Luftstickstoff binden können, gelten sie als die am stärksten autotrophen (von anorganischen Stoffen lebenden) Organismen, die es gibt. Die Vermehrung erfolgt durch Zweiteilung; aber auch aus Dauerzellen, Fadenstücken usw. kommt es zu ungeschlechtlicher Fortpflanzung.

    Heimisch sind die Blaualgen vor allem im Süßwasser, seltener in salzhaltigen Gewässern. Es gibt auch landbewohnende Formen; manche hausen als Raumparasiten in Höhlungen höherer Pflanzen, andere bilden mit Pilzen zusammen Flechten. Einige Arten überleben Temperaturen bis 850 °C und kommen in Thermalwässern vor. Manche lagern in ihre Scheiden Eisenhydroxid, andere kohlensauren Kalk ab.

    Die Blaualgen sind eine sehr alte, bis ins Präkambrium zurückreichende Pflanzengruppe, die bei den Ablagerungen eine wichtige Rolle spielt (Kalksinter, Travertin) sowie an der Erdölbildung beteiligt ist.



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