Biozönose

    Aus WISSEN-digital.de

    (griechisch "Lebensgemeinschaft")

    Lebensgemeinschaft von Tieren und Pflanzen (und in einer bestimmten Weise auch des Menschen), die den belebten Teil eines Ökosystems ausmacht. Die Mitglieder dieser Lebensgemeinschaft sind in diesem Lebensraum (Biotop) aufeinander angewiesen. Sie machen die organische und das Biotop die anorganische Komponente aus. Die einzelnen Glieder der Biozönose stehen in einer Vielzahl von Wechselwirkungen zueinander, die ein ökologisches Wirkungsgefüge bilden, das man als biozönotischen Konnex bezeichnet. Das System ist so eingerichtet, das es sich selbst reguliert.

    Die Gesamtheit der Tiere in einer Biozönose bezeichnet man als Zoozönose, die der Pflanzen als Phytozönose. Die Biozönotik ist ein Teilgebiet der Ökologie, die die Wechselbeziehungen in der Biozönose erforscht.

    Der deutsche Zoologe A. Thienemann (1882-1960) formulierte die nach ihm benannten biozönotischen Grundprinzipien (Thienemann'sche Regeln):

    1. Je vielfältiger die Lebensbedingungen in einem Biotop sind, desto größer ist die Artenzahl der Organismen.

    2. Je weiter sich eine Lebensgemeinschaft vom optimalen Bereich entfernt, desto artenärmer und typischer wird sie. Die einzelnen Arten werden aber individuenreicher.

    3. Je länger eine Lebensgemeinschaft besteht und je länger gleichartige ökologische Bedingungen Bestand haben, umso stabiler und artenreicher ist die Biozönose.

    Besonders letzter Punkt ist für Biotope in Kulturlandschaften zutreffend. Die hier bestehenden Lebensgemeinschaften, z.B. in einem Weinberg, in Obstgärten oder auf intensiv genutzten Feldern, stellen instabile Gebilde dar, da sie durch den Menschen fremdreguliert werden (Düngung, Schädlingsbekämpfung u.a).



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