Binäre Optionen und CFDs: Neue Derivate machen das Trading verständlicher

    Aus WISSEN-digital.de

    Deutsche Privatanleger gelten im Allgemeinen als konservativ, d.h. sie setzen vor allem auf sichere Zinsanlagen. Doch einige Anleger gehen bewusst höhere Risiken ein, besonders diejenigen, die eine große Affinität zu den Themen Finanzen und Börse haben. Dann besteht durchaus die Bereitschaft, auf renditeträchtigere Anlagen, wie beispielsweise Optionen, zu setzen.

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    Die Funktionsweise solcher Anlageprodukte, die auch als Derivate bezeichnet werden, ist beeindruckend. Innerhalb kürzester Zeit lassen sich beträchtliche Renditen erzielen, die in anderen Anlagefeldern als undenkbar gelten. Grund dafür ist der so genannte Hebel: Er gibt an, wie stark sich eine Veränderung des Basiswerts auf den Wert der Option auswirkt.

    Derivate können mit großen Hebeln ausgestattet sein. Sollte beispielsweise der Hebel einer Call-Option einen Wert von 10 aufweisen, so bedeutet dies Folgendes: Wenn der Basiswert (z.B. eine Aktie) um nur 1 Prozent steigt, erhöht sich der Wert der Option um 10 Prozent. Legt der Basiswert um 2 Prozent zu, beträgt der Wertzuwachs der Option 20 Prozent.

    Klassischer Optionshandel ist für Privatanleger nur schwer zugänglich

    Der klassische Optionshandel, den es bereits seit vielen Jahrzehnten gibt, ist allerdings nur schwer zugänglich. Er verkörpert einen speziellen Markt, auf dem vorrangig institutionelle Anleger tätig sind, zu denen insbesondere Investmentbanken, Fondsgesellschaften und Hedgefonds zählen.

    Privatanleger, die mit gehebelten Derivaten spekulieren möchten, greifen besser auf so genannte Optionsscheine zurück. Diese funktionieren ähnlich wie Optionen, sind aber deutlich einfacher zu handeln. Da sie mit Wertpapierkennnummern (WKN) ausgezeichnet sind, lassen sie sich beispielsweise über Online-Broker spielend leicht ordern.

    Nachteile beim Trading mit Optionsscheinen

    Allerdings birgt der Handel mit Optionsscheinen enorme Risiken, die selbst von erfahrenen Anlegern immer wieder unterschätzt werden. Kernproblem ist die eigentliche Berechnung des Marktwerts eines Optionsscheins. Im Rahmen der Berechnung sind zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen. Unter anderem spielt der so genannte Zeitwert eine bedeutsame Rolle: Je länger ein Optionsschein gehalten wird, desto stärker neigt er dazu, an Wert zu verlieren. Dies ist wiederum ein Risiko, denn sollte sich beispielsweise ein Basiswert seitwärts bewegen (keine nennenswerte Kursänderung), kann der Optionsschein an Wert einbüßen.

    Neue Derivate erleichtern das Trading enorm

    Mehrere Banken und Broker haben diese Nachteile erkannt und an der Entwicklung neuer Derivate gearbeitet. Ziel war es, Finanzprodukte für Privatanleger zugänglich zu machen, die deutlich leichter zu verstehen sind und somit geringere Risiken bergen. Als Folge sind unter anderem CFDs und binäre Optionen entstanden. Broker, wie IG, ermöglichen einen unkomplizierten und kostengünstigen Derivatehandel.

    Merkmal der neuen Derivate ist ihr hohes Maß an Verständlichkeit. Potentielle Investoren erkennen auf einen Blick, wie die einzelnen Derivate konzipiert sind, d.h. wie sie auf Änderung der Basiswerte reagieren, welche Renditen möglich sind und wo die Risiken liegen. Kennzeichnend für binäre Optionen sind die so genannten Barrieren: Überschreitet der Basiswert die Gewinnbarriere, ist der Trade für den Anleger aufgegangen und er bekommt seinen Einsatz plus Rendite unverzüglich auf seinem Depotkonto gutgeschrieben. Wird hingegen die Verlustbarriere berührt, gilt der Einsatz als verloren.

    Sowohl CFDs als auch binäre Optionen gestatten es, zahlreiche Handelsstrategien umzusetzen. Anleger können auf steigende als auch fallende Kurse der Basiswerte spekulieren. Zudem stehen verschiedene Hebel zur Auswahl, wodurch Anleger ihr Risiko präzise steuern können.



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