Bauweise

    Aus WISSEN-digital.de

    Einleitung

    Die Bauweise benennt die Art des Bauverfahrens und der -konstruktion im Hochbau und Tiefbau. Man benennt die Bauweise nach den Baustoffen, z.B. Lehm-, Naturstein-, Holz, Ziegel-, Stahl-, Stahlleicht-, Beton-, Stahlbeton-, Spannbeton-Bauweise.

    Die monolithische Bauweise

    Zur monolithischen Bauweise gehört die Ziegel-Bauweise, bei der Mörtel zum Verbund der einzelnen Mauersteine verwendet wird, und die Beton-Bauweise, bei der zwischen die Schalung Beton eingebracht wird.

    a) Die Gleit-Bauweise ist ein industrielles monolithisches Bauverfahren, geeignet für Silos, Schornsteine, Hochhäuser. Die Gleitschalung, ein dem Grundriss des Baukörpers entsprechend angelegter Schallungskranz, wird mit mechanisch oder hydraulisch getriebenen Hebevorrichtungen nach einem Zeitplan, der auf das Einbringen und den Abbindeprozess des Betons abgestimmt ist, kontinuierlich an Gleitstangen hochgeführt. Die Bewehrungsarbeiten müssen gegenüber dem Gleitprozess einen zeitlichen Vorlauf haben. Der Beton wird mittels Betonpumpen zur Einbaustelle gefördert und mit Rüttlern verdichtet.

    b) Das Tunnelschalverfahren ist eine monolithische Bauweise nach dem Prinzip der Querwand-Bauweise und für Gebäude mit zellenartiger Raumaufteilung geeignet. Eine verfahrbare Raumschalung, aus Decken- und Wandschalungen bestehend, bildet einen durch die Gebäudetiefe gehenden Tunnel. Die Raumschalungen werden in horizontaler Reihung moniert. Nach dem Einbringen der Bewehrungsmatten (Baustahlgewebe) werden die Wände und Decken betoniert. Nach dem Erhärten des Betons wird die Tunnelschalung abgesenkt, an der offenen Seite auf eine Auslegerbühne ausgefahren und von dort mit dem Kran auf die neue Geschossebene gehoben.

    3. Die Montage-Bauweise

    Die Montage-Bauweise ist eine industrielle Baumethode, bei der aus Holz, Stahl oder Stahlbeton vorgefertigte Bauelemente, auch Raumzellen und Ausrüstungsteile, auf der Baustelle mit Hubgeräten (Turmdrehkran, Portalkran, Derrick) montiert werden.

    Die Teilmontage-Bauweise

    Die Teilmontage-Bauweise ist technologisch eine Kombination der monolithischen und der Montage-Bauweise; vielgeschossige Bauwerke erhalten monolithische Gleitkerne zur Bauwerksstabilisierung mit anschließender Skelettmontage. Beim Hubplattenverfahren (Lift-Slab-Bauweise) werden nach den Gründungsarbeiten Stützen auf die Fundamente moniert und die Geschossdecken auf der Kellersohle oder Kellerdecke mit eingelegten Trennlagen übereinander betoniert. Danach werden die Deckenplatten mit gesteuerten Hubpressen oder an Spindelstangen in ihre Einbauhöhe gebracht und auf spezielle Vorrichtungen abgesetzt und aufgelagert.

    Verschiedene Konstruktionsarten

    Je nach der Art der Konstruktion unterscheidet man:

    a) Die Wand-Bauweise, bei der die Aufnahme der Nutz-, Eigen- sowie der Verkehrslasten, auch die Aussteifung gegen horizontale Kräfte über die Längs- (Längswand-Bauweise) oder Querwände (Querwand- oder Schotten-Bauweise) erfolgt.

    b) Bei der Skelett-Bauweise bildet ein System von Stützen, Riegeln, Rahmen und Streben im Zusammenwirken mit den horizontalen Deckenscheiben oder Windverbänden das Traggerippe (Skelett) des Bauwerkes. Die Wände dienen nur dem Raumabschluss.

    c) Die Verbund-Bauweise ist eine Kombination zwischen Stahl- und Stahlbetonbau. Die Verbundwirkung zwischen den Stahl- und Stahlbetonelementen wird durch Dübel, Nocken oder Bügel als Verbundmittel hergestellt.



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