Bauernhaus

    Aus WISSEN-digital.de

    bäuerliche Wohn- und Wirtschaftsanlage; nach Form, Größe, Aufbau, Verzierungen, abhängig von Traditionen und natürlichen Gegebenheiten. Bauernhaustypen entstanden aus vor- und frühgeschichtlichen Hausformen.

    Als Haupttypen des deutschen Bauernhauses bezeichnet man das Einhaus (Wohnung, Wirtschafts- und Vorratsräume unter einem Dach) und das Mehrhaus (Wohnung, Ställe, Scheunen prinzipiell getrennt).

    Einhaustypen: z.B. "Friesenhaus" (Wohn- und Wirtschaftsteil getrennt, Dreschdiele und Ställe seitlich des mittigen Vorratsraumes), "Niedersachsenhaus" (dreischiffig mit beidseitigen Stallungen), "oberdeutsches Einhaus" (Eingang an der Traufenseite, Querflur, meist 2-geschossig, in den Alpenländern verbreitet).

    Mehrhaustypen: z.B. "mitteldeutsches Gehöft" (zu Straße durch ein Tor oder Torhaus abgeschlossener Hof, durch Wohn- und Wirtschaftsgebäude gebildet), "oberdeutsche Zwiehofanlage" (dreigliedrig, Wohn-Speicher-Haus, Wirtschaftsgebäude getrennt).

    Bauernhäuser sind in Nord- und Mitteldeutschland meist in Fachwerkbauweise konstruiert, in Oberdeutschland in Ständerbohlenbauweise oder Blockverband.



    Wer hat's gesagt?

    Worte von historischen Ausmaßen sind uns zwar meist zumindest vom Hören-Sagen bekannt - aber kennen Sie den Kontext?
    Jetzt quizzen!


    KALENDERBLATT - 23. September

    1862 Ernennung Bismarcks zum preußischen Staatsminister.
    1927 Reichsaußenminister Stresemann unterzeichnet die so genannte Fakultativ-Klausel des Statuts des Ständigen Internationalen Gerichtshofs. Damit wird der Internationale Gerichtshof in Den Haag auch für Deutschland zuständig.
    1946 In der amerikanischen Besatzungszone wird von der Militärregierung ein Bodenreformgesetz veröffentlicht, das bestimmt, dass Grundbesitz von 100 Hektar und darüber zur Landabgabe verpflichtet ist.