Barbados Geschichte

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    Anfänge

    Bevor die Europäer in der ersten Hälfte des 16. Jh.s Barbados entdeckten, wurde die Insel um 1000 n.Chr. vermutlich von Aruak-Indianern besiedelt. 1536 landete der für Spanien segelnde Portugiese Pedro a Campo auf der Insel und gab ihr den noch heute gültigen Namen, der sich aus dem dort heimischen Feigenbaum Ficus barbata ableitete. 1625 nahm die britische Krone die zu diesem Zeitpunkt menschenleere Insel in Besitz und begann mit ihrer Besiedelung und infolge mit dem Anbau von Zuckerrohr und Baumwolle. Als Arbeitskräfte dienten den wenigen weißen Großgrundbesitzern schwarze Sklaven aus Afrika, die bald die Mehrheit der Bevölkerung bildeten.

    Kolonialzeit

    1652 wurde Barbados britische Kronkolonie mit begrenzter Selbstverwaltung, ein Jahr später wurde die Hauptstadt Bridgetown gegründet. Die Insel wurde eine der reichsten britischen Kolonien im karibischen Raum, dominierend waren der Handel mit Zuckerrohr und Sklaven.

    Nach der Abschaffung der Sklaverei in allen britischen Kolonien ab 1834 bildeten die Schwarzen zwar die Bevölkerungsmehrheit auf der Insel, verfügten aber über keinerlei politische Mitbestimmung und besaßen nicht die Möglichkeit, selbst Land zu erwerben.

    Unabhängiger Staat

    Im Verlauf des 19. und beginnenden 20. Jh.s bildeten sich Bewegungen gegen die soziale Ungerechtigkeiten im Land und gegen die Abhängigkeit von Großbritannien. Nach antibritischen Protesten wurde das Wahlrecht 1937 auf die schwarze Bevölkerung ausgedehnt. 1958 wurde Barbados Mitglied der Westindischen Föderation, die nur bis 1962 existierte. 1961 erhielt die Insel die volle innere Autonomie, im November 1966 erklärte sich Barbados als parlamentarische Monarchie im Rahmen des britischen Commonwealth für unabhängig. Damit stellte das britische Königshaus weiterhin das Staatsoberhaupt, das durch einen Generalgouverneur auf der Insel vertreten wurde.

    Die sich seit den 30er Jahren des 20. Jh.s entwickelnde Parteienlandschaft orientierte sich am britischen Vorbild. Dominante politische Kraft war lange Zeit die "Barbados Labour Party" (BLP), sie stellte mehrere Regierungschefs des Landes. Als zweite große Partei bildete sich die 1955 von der BLP abgespaltete "Democratic Labour Party" (DLP) heraus, die als reformfreudiger galt. Beide Parteien streben einen Übergang von der parlamentarischen Monarchie hin zu einer Präsidialrepublik (ebenfalls innerhalb des Commonwealth) an. Zu Beginn des neuen Jahrtausends gehört die Unterbeschäftigung der Bevölkerung und der Mangel an Arbeitsplätzen zu den Hauptproblemen des kleinen Landes. Seit dem Ende der 1960er Jahre ist der Tourismus der bedeutendste Wirtschaftszweig, doch die Größe der Insel setzt hier einem weiteren Ausbau Grenzen.



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