Barbados

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    Geografie

    Barbados ist ein kleiner Inselstaat mit einer Staatsfläche von 431 km². Die Insel liegt im Atlantischen Ozean als die östlichste der Kleinen Antillen und stellt einen übermeerischen Gipfel des Barbadosrückens dar, der sich vom südamerikanischen Festland in Richtung Norden über Trinidad bis nach Barbados erstreckt. Die Insel besteht aus Kalk- und Sandsteinbänken, auf denen eine bis zu 90 m dicke Korallenkalkschicht liegt.

    Von Westen an steigt das Land stufenweise auf bis zu einer Höhe von maximal 337 m (Mount Hillaby) im zentralen Hochland. Im Nordosten fällt das Land steil ab (Hackleton's Cliff, 300 m) zum Hügelland Scotland District. Die Südostküste des Landes ist flach, vor allem im Westen und Süden finden sich breite, weiße Sandstrände mit vorgelagerten Korallenriffen. Die Hauptstadt von Barbados, Bridgetown, liegt an der Westküste der Insel.

    Klima

    Auf Barbados herrscht wechselfeuchtes Tropenklima mit relativ geringen Temperaturschwankungen das ganze Jahr über (Januar 24 °C, Juli 27 °C Durchschnittstemperatur in Bridgetown). Nur selten fallen die Temperaturen unter 18 °C ab, die Höchstwerte liegen bei knapp über 30 °C. In der Regenzeit von Juli bis November fällt ein Großteil der reichlichen Niederschläge, die höchsten Jahresmengen werden im zentralen Hochland gemessen (ca. 2 200 mm), während es in Bridgetown an der Westküste ca. 1 200 bis 1 300 mm sind. Das Regenwasser versickert schnell im durchlässigen Boden, so dass es keine ständig fließenden Gewässer gibt. In den Sommer- und Herbstmonaten können Wirbelstürme auftreten.

    Flora und Fauna

    Weitläufige Zuckerrohrplantagen und Kulturland haben schon lange den ursprünglichen Regenwald, der einst fast die gesamte Insel bedeckte, verdrängt. Im Turner's Hall Wood findet sich ein Restbestand des Tropenwaldes auf einer Fläche von ca. 18 ha.

    Die Tierwelt weist nur wenige Arten auf. Es kommen u.a. verschiedene Affenarten, Mungos (Mangusten), Hasen und Eidechsen vor. In den Monaten April und Mai legen Lederschildkröten an den Stränden ihre Eier ab. Neben Kolibris finden sich zahlreiche Wasservögel wie z.B. Möwen und Reiher. In den Gebieten um die Insel kommen unter anderem Delfine, Barracudas, Papageienfische und fliegende Fische vor.

    Bevölkerung

    279 500 Menschen leben auf Barbados, über 100 000 davon im Großraum Bridgetown. Das Land ist mit ca. 650 Menschen pro Quadratkilometer sehr dicht besiedelt. Der Großteil der Bevölkerung von Barbados (rund 80 %) sind Schwarze, die Nachfahren der ab dem 17. Jh. aus Afrika eingeführten Sklaven. Knapp 4 % sind Weiße, der Rest sind Mulatten und asiatische Einwanderer. Die Amtssprache ist Englisch, Umgangssprache ist Bajan, ein regionaler Dialekt.

    Der Großteil der Bevölkerung von Barbados sind Christen, hier sind die Anglikaner die größte Glaubensgemeinschaft (ca. 40 % der Gesamtbevölkerung). Es folgen weitere protestantische Gruppierungen sowie Katholiken, Juden und Anhänger des Islam.

    Der Lebensstandard auf Barbados ist im Vergleich zu anderen Karibikstaaten relativ hoch, das Sozial- und Gesundheitswesen sind gut ausgebaut. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt für Frauen bei 74, für Männer bei 69,5 Jahren. Die Alphabetisierung wird mit 97,5 % angegeben. Ein starkes Einkommensgefälle und der Mangel an Arbeitsplätzen führt dazu, dass vor allem viele junge Männer ins Ausland abwandern, so dass trotz eines Geburtenüberschusses die Bevölkerungszahl in den letzten Jahren fiel.

    Politisches System

    Der Inselstaat Barbados ist eine parlamentarische Monarchie im britischen Commonwealth of Nations. Staatsoberhaupt ist die britische Monarchin Elizabeth II. (seit 1952), die auf der Insel von einem Generalgouverneur vertreten wird (Clifford Husbands, seit 1996). Regierungschef des Landes ist der Premierminister als Vertreter der stärksten Partei (David Thompson, DLP, seit Januar 2008), auf dessen Empfehlungen hin der Generalgouverneur das Kabinett ernennt. Die Legislative liegt beim Parlament, das aus zwei Kammern besteht: dem Senat mit 21 vom Generalgouverneur ernannten Mitgliedern und dem Abgeordnetenhaus, dessen 30 Mitglieder direkt vom Volk für fünf Jahre gewählt werden. Nach britischem Vorbild gibt es auf Barbados zwei relevante politische Parteien: die "Barbados Labour Party" (BLP) und die "Democratic Labour Party" (DLP). Auch die Rechtsprechung orientiert sich am britischen Vorbild.

    Barbados ist in elf Gemeindebezirke unterteilt.

    Wirtschaft

    Die Wirtschaft auf Barbados war traditionell auf den Anbau, die Verarbeitung und den Handel von Zuckerrohr ausgerichtet. Seit dem Ende der 1960er Jahre ist der Tourismus bedeutendster Wirtschaftsfaktor. Über 50 % der Erwerbstätigen sind in diesem Bereich beschäftigt, der fast ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Mit einem mittleren Pro-Kopf-Einkommen von ca. 11 050 US-Dollar (2005) ist Barbados im Vergleich zu anderen karibischen Staaten relativ wohlhabend, wobei ein starkes Einkommensgefälle zu konstatieren ist (z.B. befinden sich die Zuckerrohrplantagen immer noch weitgehend in den Händen von Großgrundbesitzern).

    Der Anbau von Zuckerrohr nimmt heute rund zwei Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche ein. Um das Land unabhängiger von Lebensmittelimporten und den Weltmarktpreisen für Zuckerrohr zu machen, versuchen die Regierungen seit den 1970er Jahren, den landwirtschaftlichen Sektor durch entsprechende Förderung vielfältiger zu gestalten. Für den Eigenbedarf werden Süßkartoffeln, Knollen- und Hülsenfrüchte, Mais, Obst und Gemüse angebaut. Die Fischerei wird staatlich gefördert.

    Neben dem Tourismus ist die Industrie auf das Verarbeiten von Zuckerrohr zu Zucker, Rum, Melasse und Sirup ausgerichtet. Auch Betriebe der chemischen Industrie, der Textilherstellung, Elektronik und Maschinenbau sind von Bedeutung. Der Energiebedarf des Landes wird zu einem Teil aus vorhandenen Rohöl- und Erdgasvorkommen gedeckt.

    Das Land besitzt auf Grund seiner geringen Größe und der Anfälligkeit für Naturkatastrophen trotz seiner liberalen Marktwirtschaft wenig Ressourcen, um in den internationalen Handel einzusteigen. Wichtigste Handelspartner sind beim Export (von Zuckerrohrprodukten, chemischen und elektronischen Erzeugnissen) Trinidad und Tobago (14 %), gefolgt von den USA, Großbritannien und Jamaika. Importe (v.a. Konsumgüter, Maschinen, Lebensmittel und Kraftstoffe) werden überwiegend aus Großbritannien sowie Trinidad und Tobago bezogen.

    Barbados verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz (rund 1 700 km, größtenteils asphaltiert) und über einen internationalen Flughafen.

    Währung ist der Barbados-Dollar.


    Barbados

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    Barbados
    Amtssprache Englisch
    Hauptstadt Bridgetown
    Staatsform Parlamentarische Monarchie im Commonwealth
    Fläche 431 km²
    Einwohner 290.000
    Währung Barbados-Dollar
    Zeitzone UTC -4
    KFZ-Kennzeichen BDS
    Internet-TLD .bb
    Telefonvorwahl 001


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