Atlantischer Hering

Aus WISSEN-digital.de

(Clupea harengus)

Inhaltsverzeichnis

Verbreitungsgebiet

Der Altlantische Hering ist im Nordostatlantik und in der Ostsee verbreitet. Dort lebt der Schwarmfisch in Tiefen bis zu 250 Metern.

Körperbau

Der Atlantische Hering wird bis zu 40 Zentimeter lang. Sein lang gestreckter Körper ist mit großen Rundschuppen bedeckt, die leicht abfallen und am Kopf ganz fehlen. Mit der Zeit lagern sich Ringe aus organischem Material ab; anhand dieser Ringe können Wissenschaftler das Alter der Fische bestimmen. Heringe können maximal 25 Jahre alt werden. Die Grundfärbung ist blau-grün bis violett-silbrig gefärbt.

Ernährung und Fortpflanzung

Der Atlantische Hering ernährt sich vorwiegend von Plankton, wobei die von dem vorstreckbarem Maul eingesaugten Organismen von einem Kiemenfilter in Menge zurückgehalten werden.

Die verschiedenen Arten unterscheiden sich vor allem in ihrem Laichverhalten. 20 000 bis 50 000 Eier werden pro Weibchen in 30 bis 70 Meter Tiefe abgelaicht. Diese sinken dann zu Boden, wo sie haften bleiben. Nach neun bis 21 Tagen schlüpfen die Larven, die in etwa vier Jahren zu geschlechtsreifen Tieren heranwachsen.

Sonstiges

Der Atlantische Hering tritt oft in riesigen Schwärmen auf, die sich nachts trennen und sich am Tage neu bilden. Der Atlantische Hering hat viele Feinde: für Wale, Robben und viele Raubfischarten bildet dieser Fisch eine wichtige Nahrungsgrundlage. Auf diese natürlichen Verfolger ist der Hering eingestellt, nicht aber auf die modernen Fangmethoden des Menschen: Wenn große Schwärme zum Laichen an die Küsten kommen, werden sie dort mit senkrechten, treibenden Netzwänden (Treibnetzen) gefangen. Heringe spielen in der Fischerei eine große Rolle, da sie neben Aalen die nährstoffreichsten Fische sind.

Systematik

Art aus der Familie der Heringe (Clupeidae) in der Unterordnung der Heringsartigen (Clupeoidei), die zur Ordnung der Heringsfische (Clupeiformes) und damit zur Überordnung der Echten Knochenfische (Teleostei) aus der Klasse der Knochenfische (Osteichthyes) zählt.


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