Assimilation (Biologie)
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(lateinisch) auch: Anabolismus;
Bei Pflanze, Tier und Mensch ist Assimilation die Bezeichnung für die Überführung körperfremder organischer Ausgangsstoffe (Proteine, Fette, Kohlenhydrate und andere essentielle Nahrungsbestandteile wie Aminosäuren und Vitamine) in körpereigene Substanzen im Prozess des Energie- und Stoffwechsels (meist endergonische Reaktionen). Man spricht bei diesem Prozess auch von der Assimilation heterotropher Zellen. Die Stoffe, die in der Assimilation gebildet werden, heißen Assimilate. Diese Stoffe sind dann die Ausgangsstoffe, aus denen weitere Substanzen für z.B. das Wachstum, die Vermehrung und den Stoffwechsel selbst gebildet werden. Dem Anabolismus steht der Abbau körpereigener Substanzen, der Katabolismus, gegenüber. Beide zusammen sind die Formen des Gesamtstoffwechsels (Metabolismus).
Die Assimilation autotropher Zellen (dies betrifft vorwiegend die der grünen Pflanzen, Cyanobakterien oder Blaualgen und einiger weniger anderer Bakterien, die Chlorophyll enthalten) besteht in dem Prozess, aus anorganischen Substanzen (Wasser, Kohlendioxid) und der Lichtenergie in einem anabolischen Prozess, der so genannten Fotosynthese, organische Substanzen (Zucker und Stärke) für den Energiebedarf zu produzieren. Einige Bakterien stellen den Energiebedarf durch Oxidation anorganischer Stoffe her. Dies wird als Chemolithotrophie bezeichnet. Die Menge des pro Zeiteinheit aufgenommenen Kohlendioxids wird als Assimilationsintensität bezeichnet. Der Assimilationsquotient, d.h. der Quotient aus im Verdauungssystem aufgenommener und durch die Nahrung zugeführter Energie, ist bei Fleischfressern (Carnivoren) höher als bei Pflanzenfressern.
Von einigen Organismen werden auch Stickstoff (Stickstoffassimilation) oder Sulfat (Sulfatassimilation) assimiliert.
Ggs. zu: Dissimilation
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