Artenschutz

    Aus WISSEN-digital.de

    Artenschutz ist die Bezeichnung für den Schutz gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Seitdem der Mensch in den letzten 200 Jahren sich immer weiter die Erde "untertan" gemacht hat, hat er auch immer tiefer in den natürlichen Ablauf der Evolution eingegriffen. Urbarmachung von großen Flächen, Abholzung von Wäldern, Verunreinigung von Gewässern und Luft, radioaktive Verseuchung, Überdüngung, Pestizide und Herbizide, Flächenverluste durch Versiegelung und Überbauung, Überfischung und auch die einfache Ausrottung zahlreicher Tierarten durch die Jagd haben die Artenvielfalt in Fauna und Flora reduziert und die Lebensräume z.T. stark eingeengt.

    So haben schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts einige Länder, unter ihnen die USA, größere Flächen unter besonderen Schutz gestellt, d.h. hier durfte weder gejagt noch gebaut werden. Diese Maßnahmen und die beständigen Appelle privater Personen und Umweltschutzorganisationen haben besonders nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Umdenken und zur Einrichtung zahlloser Reservate, wie z.B. der Serengeti in Afrika, und Schutzvorschriften in einzelnen Ländern geführt. 1973 wurde dann in Washington das Washingtoner Artenschutzabkommen unterzeichnet, das meist mit dem Begriff Artenschutz identifiziert wird und dem bereits mehr als 130 Länder angehören. Die EU und die Bundesrepublik Deutschland haben auf der Grundlage des Washingtoner Abkommens weitere Verordnungen und Gesetze erlassen. Hierin werden nicht nur gefährdete Arten explizit genannt, sondern auch Präventivmaßnahmen gesetzlich verankert, die sich besonders auf Schutzgebietssysteme in den einzelnen Mitgliedsländern beziehen.

    Leider wird das Verbot besonders in den Entwicklungsländern und in Ländern mit starken traditionellen Wurzeln oft umgangen. So gilt z.B. in China das zerstoßene Horn des Nashorns als potenzfördernd und der dadurch florierende Handel gefährdet den Bestand der afrikanischen Nashörner stark. Auch die Nachfrage in einigen Ländern nach dem dort traditionell zum Speiseplan gehörenden Walfleisch hat eine hochtechnisierte Jagd auf diese Tiere ausgelöst, die deren Bestand bis zur Existenzgefährdung reduziert.



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    1859 Der britische Biologe Charles Darwin veröffentlicht sein grundsätzliches Werk "Die Entstehung der Arten".
    1936 Carl von Ossietzky, dem Herausgeber der "Weltbühne", wird der Friedensnobelpreis verliehen.