Arnold Schönberg

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    österreichischer Komponist; * 13. September 1874 in Wien, † 13. Juli 1951 in Brentwood Park, Los Angeles

    Arnold Schönberg; Porträt von Oskar Kokoschka

    Nach dem Besuch der Realschule in Wien absolvierte er eine Banklehre, wandte sich aber bald der Musik als Hauptbetätigung zu (1895). Im Wesentlichen war Schönberg Autodidakt. Frühe Arbeiten stehen noch unter dem Einfluss von Brahms und Wagner, auch während seines ersten Berlin-Aufenthaltes (1901-1903). Erst seit seiner Rückkehr nach Wien löste sich Schönberg von der Tradition; der Weg zum eigenen Stil kündigte sich in den Klavier- und Orchesterstücken von 1909 an und wurde 1910 in der "Harmonielehre" theoretisch begründet. Ab 1911 war Schönberg erneut in Berlin. Die 1909-1912 vollzogene Entwicklung zur atonalen Musik, die der klassischen Harmonik die Emanzipierung der Dissonanz entgegenstellt, ging seiner epochalen Leistung voraus, zu der er - seit 1915 wieder in Wien - in den frühen zwanziger Jahren mit der Zwölftontechnik gelangte; sie ist eines der fundamentalen Ordnungssysteme der modernen Musik bis etwa 1950 geworden. 1926 entstand in Berlin sein Hauptwerk, die unvollendet gebliebene Oper "Moses und Aron". 1933 Flucht aus Deutschland; Schönberg folgte im gleichen Jahr einem Ruf nach Boston; 1936 Professur in Los Angeles, seit 1941 Bürger der USA. Gemeinsam mit seinen Schülern A. Berg und A. v. Webern ist Schönberg der Begründer der (2.) Wiener Schule.

    Werke (Auswahl):

    Tonale Schaffenszeit 1899 bis 1908: Lieder, opp. 1, 2, 3, 6, 8; "Verklärte Nacht", Streichsextett, op. 4; "Gurre-Lieder" für Soli, Chor und Orchester, o.op.; "Pelleas und Melisande", Symphonische Dichtung, op. 5; Kammersymphonie E-Dur, op. 9; Streichquartett Nr. 2 fis-Moll, op. 10, "Friede auf Erden" für Chor a cappella, op. 13.

    Atonale Schaffenszeit 1908 bis 1921: 3 Klavierstücke, op. 11; 15 George-Lieder, op. 15; 5 Orchesterstücke, op. 16; "Erwartung", Monodram, op. 17; "Pierrot lunaire" für Soloinstrumente und Stimme, op. 21, "Die Jakobsleiter", Oratorium, o.op.

    Zwölftönige Schaffenszeit 1921 bis 1951: Klavierstücke, op.23; Serenade, op. 24; Variationen für Orchester, op. 31; "Moses und Aron", Oper; Violinkonzert, op. 36; Klavierkonzert, op. 42; "A Survivor from Warsaw", op. 46.



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