Angelina Jolie

    Aus WISSEN-digital.de

    US-amerikanische Schauspielerin; * 4. Juni 1975 in Los Angeles, Kalifornien

    eigentlich: Angelina Jolie Voight;

    Die als Tochter der Schauspieler Jon Voight und Marcheline Bertrand geborene Angelina Jolie ist die Nichte von Chip Taylor und Patentochter von Jacqueline Bisset und Maximilian Schell. Väterlicherseits hat sie deutsche und slowakische Wurzeln; ihre Mutter, die 2007 verstarb, war Frankokanadierin.

    Nach der Trennung ihrer Eltern 1976 lebten Angelina Jolie und ihr Bruder James Haven mit ihrer Mutter in Palisades, New York. Später gingen sie zurück nach Los Angeles, und Angelina Jolie schrieb sich dort am "Lee Strasberg Theatre Institute" ein, wo sie zwei Jahre lang Schauspielunterricht nahm und in mehreren Theaterproduktionen mitwirkte. Sie besuchte die "Beverly Hills High School", eine Schule für Sprößlinge reicherer Familien, wo sie sich nicht akzeptiert fühlte und wegen ihrer Secondhand-Kleidung und ihrer schlaksigen Figur gehänselt wurde. Mit 14 Jahren brach sie ihre Schauspielausbildung ab, nahm sie jedoch zwei Jahre später wieder auf und schloss auch die High School ab.

    Mit 14 Jahren begann Angelina Jolie eine Karriere als Model in Amerika und Europa. Außerdem wirkte sie in Musikvideos mit, etwa für Korn, Meat Loaf oder Lenny Kravitz. 1993 begann ihre professionelle Filmkarriere: In dem Low-Budget-Film "Cyborg 2" (1993) spielte sie einen menschenähnlichen Roboter. Zwei Jahre später wirkte sie als Kate Libby in "Hackers - Im Netz des FBI" ("Hackers", 1995) mit, ihre erste Hollywoodrolle. Es folgten Produktionen wie "Liebe und andere ..." ("Love Is All There Is", 1996), "Nichts als Trouble mit den Frauen" ("Mojave Moon", 1996) und "Foxfire" (1996). Zusammen mit David Duchovny sah man sie 1997 im Thriller "Playing God" ("Playing God", 1997).

    Durch die Auszeichnung mit einem Golden Globe für ihre Darstellung der Cornelia Wallace in der Filmbiografie "Wallace" ("George Wallace", 1997) verbesserten sich Angelina Jolies Erfolgsaussichten zusehends. Große Anerkennung erntete sie auch für ihre Darstellung des lesbischen Supermodels Gia Carangi im Film "Gia - Preis der Schönheit" ("Gia", 1998). Damit war ihr auch der zweite Golden Globe sicher.

    Nach einer kurzen Pause und einem Abstecher als Filmstudentin an der "New York University" kehrte sie mit dem Gangsterfilm "Hell's Kitchen - Vorhof zur Hölle" ("Hell's Kitchen", 1998) auf die Leinwand zurück, gefolgt vom Episodenfilm "Leben und lieben in L.A." ("Playing by Heart", 1998), in dem sie neben Sean Connery, Gillian Anderson und Ryan Phillippe zu sehen war. 1999 wirkte sie als Mary Bell in dem Komödiendrama "Turbulenzen und andere Katastrophen" ("Pushing Tin", 1999) mit, an der Seite von John Cusack, Billy Bob Thornton und Cate Blanchett. Der Film stieß auf gemischte Reaktionen. Mit Denzel Washington stand sie 1999 für die Romanverfilmung "Die Knochenjäger" ("The Bone Collector", 1999) vor der Kamera, erhielt jedoch meist negative Kritiken.

    Erst mit ihrer Rolle als Lisa Rowe in "Durchgeknallt" ("Girl, Interrupted", 1999) konnte sie Hauptdarstellerin Winona Ryder die Show stehlen und gewann den Oscar als Beste Nebendarstellerin, außerdem ihren dritten Golden Globe. Im Sommer 2000 sah man sie in "Nur noch 60 Sekunden" ("Gone in Sixty Seconds", 2000), einem Action-Blockbuster mit großem kommerziellen Erfolg.

    "Lara Croft: Tomb Raider" ("Lara Croft: Tomb Raider", 2001) machte Angelina Jolie in der Rolle der Lara Croft endgültig zum internationalen Superstar. Die Kritiker zeigten sich zwar wenig begeistert, doch der Film spielte weltweit 275 Millionen Dollar ein und war ein großer Erfolg unter Actionfans. In "Original Sin" ("Original Sin", 2001), einem auf Cornell Woolrichs Roman "Waltz into Darkness" basierenden Thriller, spielte sie an der Seite von Antonio Banderas. Auch hier fiel Jolie bei den Kritikern durch.

    2003 mimte Angelina Jolie nochmals die Lara Croft in "Lara Croft: Tomb Raider - Die Wiege des Lebens" ("Lara Croft Tomb Raider: The Cradle of Life", 2003), konnte aber den Erfolg des ersten Teils nicht wiederholen. Im selben Jahr drehte sie "Jenseits aller Grenzen" ("Beyond Borders", 2003), einen Film über humanitäre Hilfe in Afrika, wofür sie die unehrenvolle Auszeichnung Goldene Himbeere als Schlechteste Schauspielerin erhielt. Zusammen mit Ethan Hawke und Kiefer Sutherland erschien sie 2004 im Thriller "Taking Lives - Für dein Leben würde er töten" ("Taking Lives", 2004) auf der Leinwand, doch wieder stieß ihr Auftritt auf gemischte Reaktionen. In Oliver Stones Filmbiografie über Alexander den Großen "Alexander" ("Alexander", 2004) spielte sie die Olympias. Ihr größter kommerzieller Erfolg war "Mr. & Mrs. Smith" ("Mr. & Mrs. Smith", 2005), eine Actionkomödie, in der sie an der Seite von Brad Pitt spielt, und die vorwiegend positive Kritiken erhielt. Im Jahr darauf übernahm Jolie eine Nebenrolle in Robert de Niros "Der gute Hirte" ("The Good Shepherd", 2006).

    Regie führte Angelina Jolie 2007 bei dem Dokumentarfilm "A Place in Time", in dem unter anderem Schauspieler wie Jude Law, Hilary Swank, Colin Farrell und Johnny Lee Miller mitwirkten. In Michael Winterbottoms Dokumentarfilm "Ein mutiger Weg" spielt sie die Frau des in Pakistan entführten Reporters Daniel Pearl.

    Angelina Jolie ist seit 2001 Sonderbotschafterin für das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge und besucht regelmäßig Flüchtlingslager in Kambodscha, Sierra Leone, Tansania und Pakistan.

    1996 heiratete die Schauspielerin ihren Kollegen Johnny Lee Miller, den sie bei Dreharbeiten kennen gelernt hatte; drei Jahre später folgte die Scheidung. Ihre zweite Ehe ging sie 2000 mit dem 20 Jahre älteren Schauspieler Billy Bob Thornton ein. Wieder drei Jahre später folgte auch hier die Scheidung. Jolie gab unterdessen bekannt, dass sie bisexuell sei und eine Beziehung mit Schauspielkollegin Jenny Shimizu gehabt habe. Anfang 2006 bestätigte sie ihre Beziehung zu Brad Pitt, der sich kurz zuvor von Schauspielerin Jennifer Aniston getrennt hatte.



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